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Europas Antwort auf SpaceX nimmt Gestalt an

Maiaspace entwickelt wiederverwendbare Rakete mit Unterstützung der Ariane Group

Europas Antwort auf SpaceX nimmt Gestalt an

In einem Waldgebiet nahe der französischen Stadt Vernon entwickelt das Start-up Maiaspace eine wiederverwendbare Rakete, um mit Elon Musks SpaceX zu konkurrieren. Das Unternehmen, das 2022 gegründet wurde, hat seinen Sitz auf dem Gelände der Ariane Group, einem großen europäischen Raketenbauer. Unterstützt von dieser Muttergesellschaft sowie der Europäischen Raumfahrtorganisation (Esa), arbeitet Maiaspace an einer Rakete, die spätestens 2026 einsatzbereit sein soll. Laut Unternehmenschef Yohann Leroy ist das Projekt ein Versuch, die oft schwerfälligen Strukturen der europäischen Raumfahrt zu modernisieren.

Die Ariane Group, ein Joint Venture von Airbus und dem französischen Raketenkonzern Safran, hat bisher 125 Millionen Euro in Maiaspace investiert. Das Start-up profitiert von der finanziellen Sicherheit und technologischen Kompetenz des Mutterkonzerns. Im Gegensatz zu anderen jungen Raumfahrtunternehmen, die auf externe Investoren angewiesen sind, wird Maiaspace vollständig durch die Ariane Group getragen. Die Gelder für die Entwicklung werden schrittweise freigegeben, abhängig von den erzielten Fortschritten.

Die Maia-Rakete wird kleiner sein als die Ariane 6, die kürzlich ihren ersten Flug absolvierte, und ist speziell für den wachsenden Markt kleiner Satelliten konzipiert. Sie soll teilweise recycelbar sein, mit einer ersten Stufe, die auf einer Plattform im Meer landen kann. Dieses Konzept ähnelt der Falcon 9 von SpaceX, die seit 2017 erfolgreich im Einsatz ist. Leroy betont, dass die Kosten pro Kilogramm Nutzlast vergleichbar mit denen der Falcon 9 sein sollen. Ziel ist es, jährlich 20 Starts durchzuführen, wofür neue Produktionsstätten entstehen müssen.

Die Gründung von Maiaspace erfolgte auf Initiative der französischen Politik, um ein europäisches Pendant zu SpaceX zu schaffen. Die Entscheidung wurde Ende 2021 vom damaligen Wirtschaftsminister Bruno Le Maire verkündet. Neben Maiaspace gibt es weitere europäische Start-ups wie Rocket Factory Augsburg, Isar Aerospace und Hyimpulse, die an ähnlichen Projekten arbeiten. Diese Unternehmen konzentrieren sich jedoch zunächst auf Einmalraketen; wiederverwendbare Systeme sollen erst später folgen.

Die Esa verfolgt inzwischen einen wettbewerbsorientierten Ansatz, indem sie Anforderungen für Raketenstarts veröffentlicht und Angebote verschiedener Anbieter prüft. Diese Strategie fördert Innovationen in der europäischen Raumfahrt. Trotz des technologischen Vorsprungs von SpaceX sieht Leroy Potenzial für Alternativen, insbesondere durch die geplante Satellitenkonstellation Iris2, die als europäisches Konkurrenzsystem zu Starlink dient.

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