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Ex-CIA-Agent soll mit gefälschtem Spionageprogramm 40 Millionen Dollar in Gold angehäuft haben

Ein ehemaliger CIA-Offizier erfand laut Berichten ein fiktives Geheimdienstprogramm, um Regierungsgelder für sich abzuzweigen.

Ex-CIA-Agent soll mit gefälschtem Spionageprogramm 40 Millionen Dollar in Gold angehäuft haben

Ein ehemaliger CIA-Mitarbeiter steht im Zentrum eines spektakulären Betrugsfalles: David J. Rush soll ein gefälschtes Geheimdienstprogramm ins Leben gerufen haben, um Regierungsgelder in Millionenhöhe für den eigenen Vorteil abzuzweigen. FBI-Agenten entdeckten bei einer Hausdurchsuchung in Virginia 303 Goldbarren im Wert von rund 40 Millionen US-Dollar, etwa 2 Millionen Dollar in bar sowie Dutzende Luxusuhren.

Rush wurde im vergangenen Monat festgenommen und wegen Diebstahls öffentlicher Gelder angeklagt. Vor seiner Verhaftung am 19. Mai war er Berichten zufolge 17 Jahre lang als CIA-Offizier tätig. Die Durchsuchung seines Hauses wurde eingeleitet, nachdem die CIA misstrauisch gegenüber seiner militärischen Vergangenheit geworden war – unter anderem wegen seiner Behauptung, Mitglied der Navy-Reserve zu sein – und daraufhin das FBI einschaltete.

Das gefälschte „Special Access Program"

Laut Berichten der Washington Post und der New York Times, die sich auf US-Beamte mit Kenntnis der Ermittlungen berufen, soll Rush eine betrügerische Operation unter dem Namen „Special Access Program" (Sonderzugangsprogramm) ins Leben gerufen haben. Solche Programme existieren im US-Geheimdienstumfeld tatsächlich und unterliegen strengster Geheimhaltung – was Rush offenbar ausnutzte, um Verdacht zu vermeiden.

Rush soll mindestens zwei CIA-Kollegen in die betrügerische Operation einbezogen und einen von ihnen dazu gebracht haben, Bargeld und Gold in das Programm zu transferieren. Als Begründung behauptete er den Berichten zufolge, die Mittel dienten dazu, den Regierungsbetrieb im Falle eines katastrophalen Ereignisses – wie extremer Wetterereignisse oder eines militärischen Angriffs – aufrechtzuerhalten. „Er hat einen Vertrag erfunden", zitiert die Washington Post einen der beteiligten Beamten.

Laut Gerichtsdokumenten, die nach seiner Festnahme veröffentlicht wurden, hatte Rush zwischen November 2025 und März 2026 „eine beträchtliche Menge an Fremdwährungen und Goldbarren im Wert von mehreren zehn Millionen Dollar für arbeitsbezogene Ausgaben" erhalten. Bei einer internen Überprüfung konnte die CIA diese Mittel nicht ausfindig machen. Wie es Rush gelang, das Programm zu erstellen und die Mittel zu erhalten, ohne Vorgesetzte innerhalb des Geheimdienstes einzubeziehen, blieb bislang unklar.

Verteidigung spricht von „Arbeitszeitbetrug"

Rushs Anwältin Jessica Carmichael wies viele der Anschuldigungen der Regierung als unbewiesen zurück. Sie argumentierte, einige der Vorwürfe stünden in keinem Zusammenhang mit der derzeit vor Gericht stehenden Anklage. Die Entdeckung der Goldbarren sei „im Grunde kein Thema", sagte Carmichael gegenüber Reportern und erklärte, ihr Mandant habe nie das Eigentum an dem Edelmetall beansprucht. „Hier geht es um Arbeitszeitbetrug im Wert von 65.000 Dollar", so die Anwältin.

Nach einer Haftprüfung in der vergangenen Woche ordnete ein US-Bezirksgericht an, dass Rush bis zu seinem Prozess in Haft bleibt. Das Gericht stufte ihn als fluchtgefährdet ein. Der Fall wirft grundlegende Fragen über die internen Kontrollmechanismen des US-Geheimdienstes auf – und darüber, wie ein einzelner Mitarbeiter über Monate hinweg Mittel in dieser Größenordnung abzweigen konnte, ohne dass Alarm geschlagen wurde.

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