Exelon übertrifft Erwartungen und plant 41,3 Milliarden Dollar Investitionen
US-Energieversorger profitiert von höheren Tarifen und KI-bedingtem Strombedarf der Tech-Konzerne.

Der US-Energieversorger Exelon hat die Gewinnerwartungen für das vierte Quartal übertroffen und gibt sich für das laufende Jahr optimistisch. Mit 59 Cent je Aktie lag der bereinigte Gewinn deutlich über der Analystenschätzung von 55 Cent. Höhere Stromtarife und eine steigende Nachfrage durch den Boom bei Rechenzentren treiben das Geschäft an.
Für 2026 rechnet das in Chicago ansässige Unternehmen mit einem bereinigten Gewinn zwischen 2,81 und 2,91 Dollar je Aktie. Analysten hatten im Durchschnitt 2,84 Dollar erwartet. Exelon bedient über seine sechs regulierten Netzbetreiber mehr als 10,9 Millionen Kunden in verschiedenen US-Bundesstaaten.
Besonders bemerkenswert ist die massive Erhöhung der geplanten Investitionsausgaben. Über die nächsten vier Jahre will Exelon 41,3 Milliarden Dollar in die Infrastruktur investieren – das sind 3,3 Milliarden mehr als ursprünglich geplant. CFO Jeanne Jones zeigt sich zuversichtlich: "Mit einem Vierjahres-Investitionsplan von 41,3 Milliarden Dollar und einem Wachstum der regulatorischen Vermögensbasis von 7,9 Prozent sind wir gut aufgestellt, um bis 2029 ein jährliches Gewinnwachstum am oberen Ende der Spanne von fünf bis sieben Prozent zu erzielen."
Rechenzentren als Wachstumstreiber
Die erhöhten Investitionen sind eine direkte Reaktion auf den sprunghaft gestiegenen Strombedarf durch Tech-Konzerne. Diese bauen massiv Rechenzentren aus, um die rechenintensiven Anforderungen künstlicher Intelligenz zu bewältigen. US-Versorgungsunternehmen passen ihre Infrastruktur an diese neue Nachfragedynamik an und erhöhen gleichzeitig die Tarife.
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Zur AktienanalyseIm operativen Geschäft zeigte sich ein gemischtes Bild der einzelnen Sparten. Commonwealth Edison (ComEd), der größte Stromversorger in Illinois, steigerte seinen Nettogewinn im vierten Quartal leicht auf 244 Millionen Dollar. PECO, Pennsylvanias größter Strom- und Erdgasversorger, musste hingegen einen Rückgang um fast 17 Prozent auf 162 Millionen Dollar hinnehmen. Höhere Steuern und gestiegene Kosten belasteten das Ergebnis.
Die positive Entwicklung bei Exelon spiegelt einen Trend wider, der die gesamte US-Energiebranche erfasst hat. Die Digitalisierung und der KI-Boom schaffen neue Wachstumschancen für traditionelle Versorgungsunternehmen, die ihre Netze modernisieren und ausbauen müssen.

