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Exxon übertrifft Gewinnerwartungen mit höherer Produktion

Aktienrückkäufe auf Kurs, Investitionspläne trotz Marktdruck bekräftigt

 Exxon übertrifft Gewinnerwartungen mit höherer Produktion

Exxon Mobil hat im ersten Quartal des Jahres die Gewinnerwartungen der Wall Street übertroffen. Das Unternehmen erzielte einen Gewinn von 7,71 Milliarden US-Dollar beziehungsweise 1,76 US-Dollar pro Aktie. Analysten hatten laut Daten von LSEG mit einem Ergebnis von 1,73 US-Dollar pro Aktie gerechnet. Die positive Entwicklung ist auf eine gesteigerte Öl- und Gasproduktion in der Permian-Region sowie in Guyana zurückzuführen.

Die gesamte Produktion belief sich im Zeitraum Januar bis März auf 4,55 Millionen Barrel Öläquivalent pro Tag. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum entspricht das einem Anstieg von rund 20 Prozent. In der Permian-Region, dem wichtigsten US-Ölfeld, ist Exxon derzeit der größte Produzent. Zudem betreibt das Unternehmen das ertragreiche Stabroek-Block-Projekt vor der Küste Guyanas. Dort liegt der Versorgungspreis laut früheren Angaben von Exxon unter 35 US-Dollar pro Barrel, was dem Konzern auch bei niedrigen Ölpreisen profitable Produktion ermöglicht.

Im ersten Quartal belief sich der Gewinn aus der Öl- und Gasförderung auf 6,76 Milliarden US-Dollar, verglichen mit 5,66 Milliarden US-Dollar im Vorjahr. Die Erträge aus dem Raffineriegeschäft gingen hingegen zurück und lagen bei 827 Millionen US-Dollar nach 1,38 Milliarden US-Dollar im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Trotz Herausforderungen durch internationale Zölle habe das Unternehmen bislang keine größeren Probleme bei neuen Projekten festgestellt, erklärte Vorstandschef Darren Woods.

Exxon zahlte im ersten Quartal Dividenden in Höhe von 4,3 Milliarden US-Dollar aus und tätigte Aktienrückkäufe im Umfang von 4,8 Milliarden US-Dollar. Damit bewegt sich der Konzern auf Kurs, sein Jahresziel von 20 Milliarden US-Dollar an Aktienrückkäufen zu erreichen. Trotz Forderungen von kurzfristig orientierten Investoren, die Ausgaben zu senken und vermehrt Mittel an Aktionäre zurückzugeben, bekräftigte Woods die Investitionspläne des Unternehmens. Die geplanten Ausgaben für das laufende Jahr liegen weiterhin bei 27 bis 29 Milliarden US-Dollar.

Unterdessen steht Exxon in einem Schiedsverfahren mit dem US-Konkurrenten Chevron. Hintergrund ist die von Chevron geplante Übernahme des Unternehmens Hess, das eine 30-prozentige Beteiligung an einem Öljointventure in Guyana hält, das von Exxon geführt wird. Die Anhörung im Rahmen des Schiedsverfahrens ist für den 26. Mai in London angesetzt. Die Exxon-Aktie zeigte sich im frühen Handel nahezu unverändert, nachdem sie im Verlauf des vergangenen Jahres rund neun Prozent an Wert verloren hatte.

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