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EZB erhöht Leitzins: DAX trotzt Inflation und Nahost-Krise

EZB erhöht Leitzins: DAX trotzt Inflation und Nahost-Krise

Christine Lagarde stand am Donnerstag im Mittelpunkt des Börsengeschehens: Die EZB-Präsidentin verkündete die erste Leitzinserhöhung seit fast drei Jahren – ein Signal, das die Märkte in Atem hielt und den DAX auf eine volatile Achterbahnfahrt schickte.

Der deutsche Leitindex zeigte sich von seiner nervösen Seite. Nach einem verhaltenen Start rutschte der DAX am Nachmittag ins Minus, bevor er sich bis zum Handelsschluss leicht erholen konnte. Am Ende stand ein minimales Plus von 0,06 Prozent bei 24.209 Punkten. Besser lief es beim MDAX, der 0,52 Prozent auf 31.456 Zähler zulegte. Marktanalyst Jochen Stanzl von der Consorsbank warnte vor einer anhaltenden Schaukelbörse, die aufgrund der saisonalen Muster noch einige Wochen andauern könnte.

EZB zieht die Zinsschraube an

Im Zentrum des Handelstages stand die Zinsentscheidung der Europäischen Zentralbank. Der EZB-Rat beschloss in Frankfurt, den Einlagenzins um 0,25 Prozentpunkte auf 2,25 Prozent anzuheben. Hintergrund ist die hartnäckig hohe Inflation: Die Teuerungsrate in der Eurozone lag zuletzt bei 3,2 Prozent – deutlich über dem EZB-Ziel von zwei Prozent. Als wesentlicher Treiber gilt der anhaltende Iran-Krieg, dessen wirtschaftliche Folgen sich zunehmend in der gesamten Eurozone bemerkbar machen.

EZB-Präsidentin Lagarde sieht weitere Aufwärtsrisiken für die Inflation und signalisierte damit, dass weitere Zinsschritte nicht ausgeschlossen sind. Ulrich Kater, Chefvolkswirt der DekaBank, lobte den Schritt: „Die EZB nimmt ihren Auftrag der Sicherung des Geldwertes ernst.

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