EZB-Verluste: Keine Ausschüttungen an Notenbanken möglich
Die Europäische Zentralbank kann aufgrund von Verlusten im letzten Jahr keine Ausschüttungen an nationale Notenbanken vornehmen

Die Europäische Zentralbank hat im vergangenen Jahr hohe Zinsausgaben und Wertpapierabschreibungen zu verzeichnen, was zu Verlusten führte. Die nationalen Notenbanken werden daher keine Ausschüttungen erhalten. Die EZB gibt ihre Jahresüberschüsse stets vollständig an die nationalen Notenbanken der Euro-Staaten weiter. Mit Kroatiens Beitritt zur Währungsunion gehören nun insgesamt 20 nationale Notenbanken dazu.
Im vergangenen Jahr hat die EZB aufgrund von Verlusten eine schwarze Null verzeichnet. Die nationalen Notenbanken erhalten daher keine Ausschüttungen, teilte die EZB heute mit. Die EZB gibt ihre Jahresüberschüsse stets vollständig an die nationalen Notenbanken der Euro-Staaten weiter. Mit Kroatiens Beitritt zur Währungsunion gehören nun insgesamt 20 nationale Notenbanken dazu.
Bereits im Vorfeld hatten die EZB sowie einige nationale Notenbanken vor möglichen Bilanzverlusten gewarnt. Im vergangenen Jahr verzeichnete die Schweizerische Nationalbank aufgrund von fallenden Aktien- und Anleihekursen sowie der Aufwertung des Franken den größten Verlust in ihrer 115-jährigen Geschichte mit einem Fehlbetrag von 132 Milliarden Franken.
Die EZB schüttet normalerweise ihre Jahresüberschüsse an alle 20 nationalen Mitgliedsbanken aus. 2022 gab es jedoch Schwierigkeiten, wodurch die Bank nur eine schwarze Null verzeichnete. Nachdem 1,63 Milliarden Euro an Rückstellungen für finanzielle Risiken zur Deckung der Verluste verwendet wurden, blieb 2022 unter dem Strich nur eine schwarze Null. Bereits 2021 war der Jahresüberschuss der Euro-Notenbank deutlich auf 192 Millionen Euro zusammengeschmolzen.
Der Rückgang des Jahresüberschusses der EZB könnte Auswirkungen auf die nationalen Notenbanken haben, die auf diese Einnahmen angewiesen sind. Allerdings haben viele Zentralbanken in den letzten Jahren Rücklagen gebildet, um potenzielle Verluste auszugleichen. Trotzdem könnte der Verlust der EZB zu Diskussionen darüber führen, wie das Bankensystem in Zukunft gestärkt werden kann, um Verluste zu vermeiden.
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Zur AktienanalyseDie EZB hat in den letzten Jahren eine wichtige Rolle bei der Stabilisierung der europäischen Wirtschaft gespielt. Mit der Entscheidung, keine Ausschüttungen an die nationalen Notenbanken zu tätigen, zeigt die EZB, dass sie bereit ist, Verluste in Kauf zu nehmen, um ihre langfristige Stabilität zu sichern.


