FAA kürzt Flugpläne am Chicagoer Flughafen O'Hare um 12 Prozent
Die US-Luftfahrtbehörde FAA lässt am meistfrequentierten Flughafen der USA 372 Flüge weniger zu als geplant.

Die US-amerikanische Luftfahrtbehörde FAA (Federal Aviation Administration) hat am Donnerstag bekanntgegeben, dass sie die Flugpläne der Fluggesellschaften am Chicago O'Hare International Airport für die kommende Sommersaison erheblich einschränkt. Konkret werden 372 Flüge weniger genehmigt als von den Airlines ursprünglich beantragt. Das entspricht einer Kürzung der eingereichten Flugpläne um 12 Prozent.
Die Entscheidung trifft vor allem zwei der größten US-amerikanischen Fluggesellschaften hart: United Airlines Holdings und American Airlines Group. Beide Carrier hatten geplant, ihr Angebot am wichtigen Chicagoer Drehkreuz deutlich auszuweiten, um im Wettbewerb um zusätzliche Passagiere die Oberhand zu gewinnen. Dieser Konkurrenzkampf wird durch die FAA-Entscheidung nun vorerst ausgebremst.
Kapazitätsgrenzen am meistgefragten Flughafen der USA
O'Hare gilt nach Flugbewegungen als der am stärksten frequentierte Flughafen der Vereinigten Staaten. Derzeit werden dort stündlich rund 100 Abflüge und 100 Ankünfte abgewickelt, was insgesamt etwa 2.800 Flugbewegungen pro Tag ergibt. Ohne die Einschränkung der FAA wäre diese Zahl an Spitzentagen im Sommer auf fast 3.100 Flugbewegungen täglich gestiegen.
Das hätte laut der Behörde einem Zuwachs von rund 15 Prozent gegenüber dem Vorjahressommer entsprochen. Die FAA hatte bereits früher im Jahr gewarnt, dass ein derart erhöhtes Verkehrsaufkommen den reibungslosen Betrieb in O'Hare ernsthaft beeinträchtigen könnte. Die nun beschlossene Kürzung soll die Betriebsstabilität des Flughafens sicherstellen und Verspätungskaskaden verhindern.
Hintergrund: Überlastung als strukturelles Problem
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Zur AktienanalyseFür deutsche Reisende und Investoren ist O'Hare ein bekannter Name: Der Flughafen im Großraum Chicago ist ein zentrales Drehkreuz für transatlantische Verbindungen und ein wichtiger Knotenpunkt im nordamerikanischen Luftverkehrsnetz. Kapazitätsengpässe an solchen Hubs haben weitreichende Folgen – Verspätungen in Chicago können sich schnell auf Anschlussflüge in ganz Nordamerika auswirken.
Die Entscheidung der FAA zeigt, dass die Infrastruktur großer US-Flughäfen mit dem wachsenden Passagieraufkommen der Nachpandemie-Ära zunehmend an ihre Grenzen stößt. Für Aktionäre von United Airlines und American Airlines bedeutet die Kürzung, dass geplante Umsatzpotenziale aus dem Sommergeschäft 2025 am Standort Chicago nicht vollständig realisiert werden können. Beide Aktien reagierten auf die Nachricht mit deutlichen Kursgewinnen – United Airlines legte rund 10 Prozent zu, American Airlines rund 8 Prozent.


