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FAA untersucht Kapazitätsstreit zwischen United und American in Chicago

Am Flughafen Chicago O'Hare eskaliert der Wettbewerb zweier US-Luftfahrtriesen – nun schaltet sich die Bundesluftfahrtbehörde FAA ein.

FAA untersucht Kapazitätsstreit zwischen United und American in Chicago

Die US-Luftfahrtbehörde FAA (Federal Aviation Administration) plant Flugstreichungen am Chicago O'Hare International Airport für den kommenden Sommer. Hintergrund ist ein harter Konkurrenzkampf zwischen United Airlines und American Airlines um Gates und Passagiere an einem der meistfrequentierten Flughäfen der USA. Die Behörde kündigte an, bereits in der nächsten Woche ein Treffen abzuhalten, um mögliche Flugbeschränkungen zu diskutieren.

Die FAA will mit gezielten Kapazitätsbegrenzungen drohenden Überbuchungen und Verspätungen entgegenwirken. O'Hare gilt als einer der verkehrsreichsten Airports der Vereinigten Staaten und ist besonders anfällig für Betriebsstörungen bei zu hoher Auslastung. Solche Einschränkungen sind in der US-Luftfahrt kein Novum – ähnliche Maßnahmen gibt es bereits an anderen stark frequentierten Flughäfen wie New York JFK oder LaGuardia.

Wachstumsoffensive beider Airlines heizt Konflikt an

United Airlines erhielt im vergangenen Jahr fünf zusätzliche Gates in O'Hare zugewiesen und plant, seine täglichen Abflüge dort im Sommer um mehr als 34 Prozent zu steigern. American Airlines reagierte mit der Aufnahme neuer Ziele ab Chicago und beabsichtigt, sein Sommerflugprogramm im Vergleich zum Vorjahr um rund 10 Prozent auszuweiten. Beide Carrier beanspruchen damit erhebliche Kapazitäten an einem Flughafen, der bereits jetzt an seine Grenzen stößt.

Der Wettbewerb zwischen den beiden Fluggesellschaften könnte für Reisende jedoch auch Vorteile bringen. Analysten zufolge dürfte der verstärkte Konkurrenzdruck zu niedrigeren Ticketpreisen auf Strecken ab Chicago führen. Für deutsche Urlauber und Geschäftsreisende, die O'Hare als Drehkreuz für Nordamerika-Verbindungen nutzen, ist die Entwicklung besonders relevant.

Wie die FAA die Situation letztlich regelt, bleibt abzuwarten. Sollte die Behörde verbindliche Flugbeschränkungen einführen, müssten beide Airlines ihre ambitionierten Wachstumspläne für den Sommer möglicherweise zurückschrauben. Das Treffen in der kommenden Woche dürfte erste Klarheit über das weitere Vorgehen der Regulierungsbehörde bringen.

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