Faktor-ETFs von Invesco schlagen den S&P 500 nach Markthoch
Acht von neun Faktor-Strategien von Invesco übertrafen den S&P 500 – zwei stechen seit dem Markttief am 30. März besonders hervor.

Invesco verfolgt neun verschiedene Faktor-Ansätze zur Abbildung des S&P 500 – und bis auf einen haben in diesem Jahr alle den bekannten Leitindex übertroffen. Besonders zwei dieser alternativen Indexstrategien stechen seit dem Tiefpunkt des Aktienmarktes am 30. März hervor. Das berichtet MarketWatch-Kolumnist Philip van Doorn in seiner Investment-Kolumne „Deep Dive".
Faktor-Strategien, auch bekannt als Smart-Beta-Ansätze, versuchen durch gezielte Gewichtung bestimmter Eigenschaften – etwa Bewertung, Qualität, Momentum oder geringe Volatilität – eine bessere Rendite als der klassische marktkapitalisierungsgewichtete Index zu erzielen. Für deutsche Privatanleger sind solche Strategien über ETFs zugänglich und gewinnen zunehmend an Bedeutung.
Market-Timing: Eine Falle für Anleger
Der Artikel stellt eine wichtige Frage an Investoren: Wie schnell gewöhnt man sich daran, dass der Aktienmarkt nach turbulenten Phasen zu seinen Rekordmarken zurückkehrt? Und wie hat man sich auf dem Höhepunkt des Konflikts zwischen den USA, Israel und dem Iran gefühlt – also in einem Moment maximaler Unsicherheit?
Die Antwort darauf ist für viele Anleger unbequem. In Krisenzeiten ist die Versuchung groß, Kapital aus dem Markt abzuziehen und erst dann wieder einzusteigen, wenn sich eine Erholung abzeichnet. Doch genau diese Strategie ist laut dem Bericht zum Scheitern verurteilt: Der Wiedereinstieg erfolgt in der Praxis fast immer zu spät, weil sich niemand sicher sein kann, wann eine nachhaltige Markterholung tatsächlich beginnt.
Jeder Versuch des sogenannten Market-Timings – also des gezielten Ein- und Ausstiegs je nach Marktlage – schmälert langfristig die Performance des eigenen Portfolios. Diese Erkenntnis ist nicht neu, aber sie gewinnt nach jeder Krise erneut an Relevanz. Historisch gesehen liegen die stärksten Erholungstage oft unmittelbar nach den schlimmsten Kurseinbrüchen – wer dann nicht investiert ist, verpasst einen Großteil der Gegenbewegung.
Faktor-Strategien als Alternative zum klassischen Index
Vor diesem Hintergrund gewinnen regelbasierte Faktor-Strategien an Attraktivität. Sie bieten eine strukturierte Möglichkeit, investiert zu bleiben und gleichzeitig von spezifischen Marktcharakteristika zu profitieren. Dass acht von neun Invesco-Faktor-Ansätzen den S&P 500 in diesem Jahr übertreffen konnten, ist ein bemerkenswertes Ergebnis – insbesondere in einem Marktumfeld, das von geopolitischen Spannungen und erhöhter Volatilität geprägt war.
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Zur AktienanalyseFür Anleger, die langfristig orientiert sind und nicht auf kurzfristige Marktschwankungen reagieren möchten, können solche Faktor-ETFs eine sinnvolle Ergänzung oder Alternative zum klassischen S&P-500-Investment darstellen. Welche zwei Strategien seit dem Markttief vom 30. März besonders gut abgeschnitten haben, bleibt im Detail der vollständigen Analyse von Philip van Doorn vorbehalten.
Die Kernbotschaft bleibt jedoch klar: Investiert bleiben, Krisenreaktionen vermeiden und auf strukturierte Strategien setzen – das sind die Lektionen, die der aktuelle Marktzyklus einmal mehr unterstreicht.


