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Family Offices drosseln Investments wegen Iran-Konflikt und Marktturbulenzen

Direktinvestitionen sanken im März um 25 Prozent – doch wer investiert, setzt auf Mega-Deals.

Family Offices drosseln Investments wegen Iran-Konflikt und Marktturbulenzen

Die Investment-Vehikel der Superreichen haben im März deutlich weniger Deals abgeschlossen. Laut exklusiven Daten der Private-Wealth-Plattform Fintrx für CNBC tätigten Family Offices im vergangenen Monat nur 39 Direktinvestitionen – ein Rückgang von 25 Prozent gegenüber Februar, bereinigt um die unterschiedliche Monatslänge. Als Hauptgrund gilt die durch den Iran-Konflikt ausgelöste Marktverunsicherung.

Trotz der insgesamt geringeren Aktivität setzen jene Family Offices, die weiterhin investieren, auf besonders große Wetten. Laut Fintrx entfiel ein Viertel aller März-Investments auf sogenannte Mega-Runden mit einem Volumen von jeweils mehr als 100 Millionen US-Dollar. Dieser Trend zu weniger, aber größeren Transaktionen spiegelt sich auch im globalen M&A-Markt wider.

Bezos-Family-Office führt Milliarden-Runde für KI-Startup an

Besonders aufsehenerregend: Das Family Office von Amazon-Gründer Jeff Bezos leitete im März eine Seed-Finanzierungsrunde über 1,03 Milliarden US-Dollar für Advanced Machine Intelligence (AMI Labs). Das Startup trainiert Künstliche-Intelligenz-Modelle auf Basis realer Sensordaten statt auf Textbasis – ein innovativer Ansatz im boomenden KI-Sektor. Auch der frühere Google-CEO Eric Schmidt und Serienunternehmer Mark Cuban beteiligten sich an der Runde.

Der globale M&A-Markt zeigt ein ähnliches Bild: Im ersten Quartal stieg der Gesamtwert weltweiter Fusionen und Übernahmen laut LSEG-Daten um 26 Prozent auf 1,2 Billionen US-Dollar – während die Anzahl der Deals gleichzeitig um 17 Prozent sank. Die zweite Märzwoche war mit einem Volumen von unter 33 Milliarden US-Dollar sogar die schwächste Woche für globale M&A-Aktivitäten seit mehr als einem Jahr.

Premji Invest setzt auf KI-Robotik-Startup Rhoda AI

Einige Family Offices bleiben trotz der allgemeinen Zurückhaltung äußerst aktiv. Das Family Office des indischen Milliardärs Azim Premji tätigte im März mindestens vier Direktinvestitionen. Den Löwenanteil bildete eine Series-A-Finanzierungsrunde über 450 Millionen US-Dollar für Rhoda AI – ein Startup, das Industrieroboter mithilfe von Hunderten Millionen Videos trainiert. An der Runde beteiligte sich auch John Doerr, Partner des renommierten Silicon-Valley-Investors Kleiner Perkins.

Für deutsche Privatanleger verdeutlicht der Trend zweierlei: Geopolitische Unsicherheiten bremsen selbst die risikofreudigsten Großinvestoren. Gleichzeitig fließt das verbleibende Kapital verstärkt in den KI-Sektor – ein Bereich, der trotz globaler Turbulenzen weiterhin enorme Investitionen anzieht.

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