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FCC-Chef unterstützt Mega-Fusion von Nexstar und Tegna im US-Fernsehmarkt

Brendan Carr befürwortet Übernahme trotz Bedenken um Marktkonzentration – Trump hatte Deal bereits öffentlich unterstützt

FCC-Chef unterstützt Mega-Fusion von Nexstar und Tegna im US-Fernsehmarkt

Der Vorsitzende der US-Medienaufsichtsbehörde FCC, Brendan Carr, hat sich für die geplante Fusion der Fernsehsender-Betreiber Nexstar und Tegna ausgesprochen. "Ich unterstütze diese Transaktion. Wir werden voranschreiten", erklärte Carr gegenüber Reportern. Die Entscheidung kommt wenige Wochen nachdem US-Präsident Donald Trump den Deal bereits öffentlich befürwortet hatte.

Die Übernahme von Tegna würde Nexstars Reichweite auf 80 Prozent der Fernsehhaushalte in wichtigen US-Regionen ausweiten. Damit würde das kombinierte Unternehmen zu einem der dominierenden Akteure im lokalen Fernsehgeschäft aufsteigen. Allerdings müsste die FCC dafür die bestehende Obergrenze für den Senderbesitz aufheben – ein Schritt, der in der Branche kontrovers diskutiert wird.

Car ließ offen, ob die finale Entscheidung auf Arbeitsebene oder durch die gesamte Kommission getroffen wird. Die demokratische FCC-Kommissarin Anna Gomez äußerte bereits Zweifel daran, ob die Behörde überhaupt die Befugnis besitzt, die Besitzobergrenzen ohne Zustimmung des Kongresses zu revidieren.

Veraltete Regeln im Streaming-Zeitalter

Die aktuellen FCC-Vorschriften beschränken Medienunternehmen darauf, Fernsehsender zu besitzen, die maximal 39 Prozent der US-Haushalte erreichen. Diese 85 Jahre alte Regelung steht zunehmend in der Kritik. Die National Association of Broadcasters fordert eine Aufhebung der Beschränkungen und argumentiert, dass Big-Tech-Unternehmen wie Amazon oder Google nicht denselben Limitierungen unterlägen.

Lokale Medien kämpfen derzeit mit erheblichen wirtschaftlichen Herausforderungen. Die Popularität von Streaming-Diensten führt zu sinkenden Werbeeinnahmen und Abonnentenverlusten im traditionellen Fernsehgeschäft. Befürworter der Fusion sehen in der Konsolidierung einen notwendigen Schritt, um im veränderten Medienmarkt wettbewerbsfähig zu bleiben.

Kritik an zunehmender Marktkonzentration

Nicht alle Branchenvertreter begrüßen die geplante Fusion. Chris Ruddy, CEO des konservativen Kabelnachrichtensenders Newsmax, warnte vor dem US-Kongress, die Obergrenze für den Senderbesitz sei "einer der letzten bedeutenden Schutzmechanismen für Wettbewerb und Vielfalt im Rundfunk- und Kabel-Ökosystem".

Carr argumentiert hingegen, dass nationale Senderketten wie Comcast und Walt Disney bereits zu viel Macht angehäuft hätten. Der Tegna-Nexstar-Deal würde echten Wettbewerb bringen, so der FCC-Chef. Diese Position steht im Einklang mit Präsident Trumps häufiger Kritik an der Berichterstattung von Mainstream-Medien. Trump hatte Carr wiederholt aufgefordert, Maßnahmen gegen etablierte Rundfunkanstalten zu ergreifen.

Die finale Entscheidung über die Fusion dürfte weitreichende Auswirkungen auf die Medienlandschaft in den USA haben und könnte als Präzedenzfall für weitere Konsolidierungen im Sektor dienen.

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