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FCC verschärft Verizon-Entsperrregeln wegen Betrugsflut

Die US-Telekommunikationsbehörde FCC hat die Entsperrungsvorschriften für Verizon-Mobiltelefone überarbeitet. Grund sind massive Betrugsfälle, die dem Konzern 2023 Verluste in Höhe von mehreren hundert Millionen Dollar bescherten.

FCC verschärft Verizon-Entsperrregeln wegen Betrugsflut

Die US-amerikanische Federal Communications Commission (FCC) hat ihre Vorschriften zur Entsperrung von Verizon-Mobiltelefonen grundlegend überarbeitet. Hintergrund sind organisierte kriminelle Netzwerke, die eine Gesetzeslücke systematisch für illegale Aktivitäten ausnutzten. Nach Angaben der Behörde wurden entsperrte Verizon-Geräte häufig gestohlen und zu Premiumpreisen im Darknet weiterverkauft – insbesondere nach Russland, China und Kuba.

Massive Verluste durch Gerätebetrug

Verizon hatte die Regeländerung im vergangenen Jahr selbst beantragt und der FCC mitgeteilt, dass Gerätebetrug ein "großes und wachsendes Problem" darstelle. Das Ausmaß ist beträchtlich: Allein 2023 verlor der Konzern schätzungsweise 784.703 Geräte durch Betrug bei Prepaid- und Postpaid-Angeboten. Die entstandenen Kosten belaufen sich auf mehrere hundert Millionen US-Dollar.

Die kriminellen Aktivitäten seien "global durch vernetzte kriminelle Netzwerke organisiert", so Verizon gegenüber der Aufsichtsbehörde. FCC-Vorsitzender Brendan Carr erklärte, hochentwickelte kriminelle Netzwerke hätten die Entsperrungsrichtlinien ausgenutzt, um schwere Straftaten wie Drogenhandel und Menschenschmuggel zu begehen.

Verizon als Sonderfall bei Entsperrfristen

Bisher galt für Verizon eine Sonderregelung: Als einziger großer US-Mobilfunkanbieter musste das Unternehmen seine Geräte bereits 60 Tage nach Aktivierung entsperren. Diese Frist liegt deutlich unter der üblichen Branchenpraxis. Andere Anbieter entsperren Postpaid-Telefone erst nach vollständiger Bezahlung und Prepaid-Geräte spätestens ein Jahr nach Erstaktivierung.

Drastischer Anstieg nach TracFone-Übernahme

Besonders problematisch erwies sich die TracFone-Übernahme durch Verizon. Nach der Umstellung von TracFones einjähriger Sperrfrist auf Verizons 60-Tage-Regelung – eine Bedingung für die FCC-Genehmigung der Transaktion – verzeichnete Verizon einen Betrugsanstieg von etwa 55 Prozent.

Die FCC begründet ihre Entscheidung damit, eine Gesetzeslücke zu schließen, die "sowohl hochentwickelte kriminelle Netzwerke als auch gewöhnliche Gesetzesbrecher für illegale Aktivitäten ausgenutzt haben". Die neuen Regelungen sollen dem organisierten Gerätebetrug einen Riegel vorschieben und gleichzeitig die Kosten für Mobilfunkanbieter und letztlich auch Verbraucher senken.

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