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Ferrari 12Cilindri Manuale: Limitierter V12 für Puristen mit Handschaltung

Ferrari bringt einen auf 1.499 Einheiten limitierten V12-Grand-Tourer mit manuellem Getriebe – ab 590.000 Euro, Auslieferung ab Q1 2026.

Ferrari 12Cilindri Manuale: Limitierter V12 für Puristen mit Handschaltung

Ferrari hat am Freitag mit dem 12Cilindri Manuale ein neues limitiertes Sondermodell vorgestellt, das sich gezielt an traditionelle Fans der Marke richtet. Der Grand Tourer mit Frontmotor basiert auf dem 12Cilindri-Modell aus dem Jahr 2024 und ist auf exakt 1.499 Einheiten limitiert. Der Preis in Italien beginnt bei 590.000 Euro (rund 672.000 US-Dollar), die ersten Auslieferungen sind für das erste Quartal des kommenden Jahres geplant.

Das Herzstück des Fahrzeugs ist ein 6,5-Liter-V12-Saugmotor mit 830 PS, kombiniert mit einer Drei-Pedal-Konfiguration. Ferrari stellt damit nach eigenen Angaben „die Beziehung zwischen Fahrereingabe, Mechanik und Kontrolle in den Mittelpunkt des Fahrerlebnisses". Technisch setzt das Unternehmen dabei auf ein neu entwickeltes „Manuale by-wire"-System, das ein authentisches manuelles Fahrerlebnis mit Schalthebel bieten soll, ohne auf die Vorteile moderner Doppelkupplungsgetriebe verzichten zu müssen.

Reaktion auf gemischte Resonanz beim Elektro-Ferrari Luce

Die Vorstellung des 12Cilindri Manuale erfolgt etwas mehr als einen Monat nach dem Debüt des Luce – dem ersten vollelektrischen Modell in der Geschichte Ferraris. Das Elektrofahrzeug, das ebenfalls bei 550.000 Euro startet, stieß bei einem Teil der Enthusiasten auf verhaltene Resonanz. Sowohl das unkonventionelle Design als auch Ferraris Schritt in Richtung Elektrotechnologie lösten eine Welle kritischer Kommentare und wenig schmeichelhafter Memes in den sozialen Medien aus.

Mit dem 12Cilindri Manuale setzt Ferrari nun ein klares Zeichen für jene Kunden, die ein physischeres Fahrerlebnis suchen, das in der Tradition der Marke verwurzelt ist. Das neue Modell richtet sich laut Unternehmen ausdrücklich an loyale Ferrari-Kunden, die den röhrenden Klang eines Hochleistungs-Verbrennungsmotors und das analoge Fahrgefühl eines Schaltgetriebes schätzen.

Elektrifizierung bleibt Randthema im Ferrari-Portfolio

Der 12Cilindri Manuale verdeutlicht zugleich die strategische Ausrichtung von Ferrari: Elektrofahrzeuge sollen laut dem offiziellen Geschäftsplan des Unternehmens bis 2030 lediglich 20 Prozent der gesamten Produktpalette ausmachen. Die verbleibenden 80 Prozent werden zu gleichen Teilen auf Benzin- und Hybridmodelle entfallen. Ferrari hat sich damit klar dazu bekannt, auch künftig Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor anzubieten.

Das aktuelle Portfolio des italienischen Sportwagenherstellers umfasst neben dem elektrischen Luce eine breite Mischung aus Benzin- und Hybridmodellen, rennstreckenorientierten Fahrzeugen sowie traditionellen V12-Flaggschiffen. Dazu zählt auch der Purosangue, ein viertüriger Viersitzer, der Ferraris Angebot in Richtung praktischerer Fahrzeugkategorien erweitert.

Für deutsche Privatanleger und Ferrari-Beobachter zeigt die Neuvorstellung, dass der Hersteller aus Maranello trotz des Einstiegs in die Elektromobilität seinen Markenkern – leistungsstarke Verbrennungsmotoren und exklusives Fahrerlebnis – nicht aufgibt. Die Kombination aus strenger Limitierung, hohem Einstiegspreis und technischer Innovation dürfte den 12Cilindri Manuale schnell zu einem begehrten Sammlerstück machen.

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