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Ferrari hebt Jahresprognose 2026 nach starkem Q2-Ergebnis an

Der Luxussportwagenhersteller übertrifft Wall-Street-Erwartungen und profitiert von vollen Auftragsbüchern bis 2027.

Ferrari hebt Jahresprognose 2026 nach starkem Q2-Ergebnis an

Ferrari hat seine Jahresprognose für 2026 angehoben, nachdem der italienische Luxussportwagenhersteller die Erwartungen der Wall Street im zweiten Quartal deutlich übertroffen hat. Das Unternehmen erzielte einen Umsatz von 1,94 Milliarden Euro – gegenüber den von LSEG prognostizierten 1,88 Milliarden Euro. Das bereinigte Ergebnis je Aktie lag bei 2,62 Euro und übertraf damit den Konsensschätzung von 2,50 Euro.

CEO Benedetto Vigna führte die starken Quartalszahlen auf einen „anhaltenden Trend zu Personalisierungen" sowie eine robuste Nachfrage nach Ferraris Fahrzeugen zurück. Die Auftragsbücher des Unternehmens sind demnach bereits bis ins Jahr 2027 gefüllt – ein klares Signal für die anhaltende Begehrlichkeit der Marke.

Starke operative Kennzahlen im zweiten Quartal

Der Betriebsgewinn im zweiten Quartal belief sich auf 605 Millionen Euro, was einer beeindruckenden operativen Marge von 31,2 Prozent entspricht. Der Nettogewinn erreichte 463 Millionen Euro – ein Anstieg von rund 9 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Diese Zahlen unterstreichen die außergewöhnliche Profitabilität des Unternehmens im Vergleich zu anderen Automobilherstellern.

Die neue Jahresprognose für 2026 sieht einen Umsatz von rund 7,6 Milliarden Euro vor, nach zuvor 7,5 Milliarden Euro. Das bereinigte Ergebnis soll mindestens 2,97 Milliarden Euro erreichen, gegenüber der bisherigen Erwartung von 2,93 Milliarden Euro. Das bereinigte Ergebnis je Aktie wurde auf 9,68 Euro angehoben, nach zuvor 9,45 Euro. Darüber hinaus erwartet Ferrari leichte Steigerungen beim industriellen Free Cashflow sowie beim Betriebsgewinn.

Seltene Prognoseanhebung im zweiten Quartal als positives Signal

Besonders bemerkenswert ist der Zeitpunkt der Anhebung. Tom Narayan, Analyst bei RBC Capital Markets, kommentierte dies mit deutlichen Worten: „Ferrari hebt seine Prognose selten im zweiten Quartal an und bevorzugt stattdessen das dritte Quartal. Daher betrachten wir dies als einen positiven Indikator für den Rest des Jahres und erwarten, dass die Aktie steigen wird."

Die Reaktion an den Märkten ließ nicht lange auf sich warten: Die Ferrari-Aktie legte am Donnerstag im vorbörslichen Handel um rund 2 Prozent zu. Für Anleger, die die Aktie des Maranello-Konzerns im Depot halten, sind die Quartalsergebnisse damit ein erfreuliches Signal.

Ferrari gilt in der Automobilbranche als Sonderfall: Das Unternehmen setzt bewusst auf Exklusivität und limitierte Stückzahlen, was die Preissetzungsmacht und die Margen auf einem außergewöhnlich hohen Niveau hält. Die Möglichkeit zur individuellen Fahrzeugkonfiguration – die sogenannte Personalisierung – ist dabei ein zentraler Wachstumstreiber, der die Durchschnittserlöse pro Fahrzeug kontinuierlich steigert. Kunden zahlen teils erhebliche Aufpreise für maßgeschneiderte Ausstattungen, was sich direkt in den Margen niederschlägt.

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