Ferrari Luce: Erstes Elektroauto kostet 550.000 Euro
Europas wertvollster Autobauer enthüllt seinen ersten rein elektrischen Sportwagen – mitgestaltet von Apple-Legende Jony Ive.

Ferrari hat am Sonntag sein erstes Elektrofahrzeug vorgestellt: den Ferrari Luce. Der Name stammt vom italienischen Wort für „Licht" – und das Fahrzeug setzt konsequent auf Glas, Licht und Raum als gestalterische Elemente. Damit bricht der traditionsreiche Hersteller aus Maranello radikal mit seiner jahrzehntelangen Identität, die auf Verbrennungsmotoren, deren Klang und dem unverwechselbaren Fahrgefühl aufgebaut wurde.
Das Design des Luce entstand in Zusammenarbeit mit Jony Ive, dem gefeierten ehemaligen Chefdesigner von Apple. Ive gilt als einer der einflussreichsten Produktdesigner der Welt und war maßgeblich für die Gestaltung von iPhone, iMac und MacBook verantwortlich. Seine Handschrift – klare Linien, hochwertige Materialien, reduzierte Ästhetik – soll nun auch dem ersten Ferrari ohne Verbrennungsmotor ein unverwechselbares Erscheinungsbild verleihen.
Einstiegspreis: 550.000 Euro
Der Ferrari Luce wird zu den teuersten regulären Serienmodellen des Unternehmens zählen. Ferrari gab bekannt, dass der Einstiegspreis in Italien bei 550.000 Euro liegt – das entspricht rund 640.000 US-Dollar. Damit positioniert sich der Luce klar im Segment der Ultra-Luxusfahrzeuge und richtet sich ausschließlich an eine sehr wohlhabende Kundschaft.
Für Ferrari ist der Luce ein bedeutender strategischer Schritt. Als Europas wertvollster Automobilhersteller steht das Unternehmen vor der Herausforderung, seine exklusive Markenidentität in das Elektrozeitalter zu überführen, ohne die treue Stammkundschaft zu verlieren. Jahrzehntelang war Ferrari gleichbedeutend mit dem Klang hochdrehender V8- und V12-Motoren – Eigenschaften, die ein Elektromotor per Definition nicht bieten kann.
Ein schwieriges Marktumfeld für Elektroautos
Der Zeitpunkt der Markteinführung ist nicht ohne Risiko. In den USA, dem weltweit wichtigsten Markt für Luxusfahrzeuge, haben Elektroautos zuletzt an Beliebtheit eingebüßt. Der Ferrari Luce wird damit zum Testfall: Sind die Superreichen bereit, für ein elektrisches Ferrari-Modell zu zahlen – und zwar zu einem Preis, der selbst für diese Zielgruppe außergewöhnlich hoch ist?
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Zur AktienanalyseFerrari setzt mit dem Luce auf eine klare Differenzierungsstrategie. Statt auf rohe Motorleistung und Verbrennungstechnik zu setzen, positioniert das Unternehmen sein erstes Elektromodell über Design, Exklusivität und die Zusammenarbeit mit einem weltbekannten Kreativen. Ob diese Strategie aufgeht, wird der Markt zeigen – der Luce dürfte in jedem Fall eines der meistdiskutierten Fahrzeuge des Jahres werden.
Der Ausspruch des Modellnamens lautet übrigens „loo-chay" – ein Detail, das Ferrari eigens kommunizierte, um internationalen Kunden die korrekte Aussprache des italienischen Begriffs zu erleichtern.


