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Finanzielle Schieflage bei One Group

Tausende Anleger bangen um Rückzahlungen und Zinsen

Finanzielle Schieflage bei One Group

In der Immobilienfinanzierungsbranche zeichnet sich eine bedeutsame Entwicklung ab, die insbesondere für Anleger von großem Interesse ist. Die One Group, ein bekannter Immobilienfinanzierer mit Sitz in Hamburg, steht vor finanziellen Schwierigkeiten, die die pünktliche Auszahlung an rund 4000 Investoren in Frage stellen. Diese Entwicklung betrifft den Fonds ProReal Deutschland 7, in den Anleger mehr als 105 Millionen Euro investiert haben. Die Mittel dieses Fonds wurden vorrangig zur Finanzierung von Wohnungsbauprojekten in deutschen und österreichischen Metropolen verwendet, die von der Muttergesellschaft Soravia, einem Immobilienkonzern aus Wien, durchgeführt werden.

Die One Group hat auf ihrer Website eine Pflichtmitteilung veröffentlicht, in der sie darauf hinweist, dass mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit ab Juli Zahlungsverzögerungen gegenüber den Anlegern auftreten werden. Dies betrifft sowohl die jährliche variable Verzinsung als auch die endfällige Verzinsung und die Rückzahlung der Vermögensanlage, die Ende 2024 fällig wäre. Bereits im Dezember des Vorjahres hatte die One Group angekündigt, dass vorerst keine Zinsen für etwa 11.000 Investoren der ProReal-Serie ausgeschüttet werden können. Dies umfasst neben ProReal Deutschland 7 auch drei weitere Emissionen der Serie, was ein Gesamtvolumen von rund 410 Millionen Euro betrifft.

Die aktuelle Situation ist das Ergebnis einer umfassenden Risikoanalyse des Portfolios durch Soravia, die von externen Beratungsunternehmen überprüft wurde. Die One Group hatte versprochen, die Ergebnisse dieser Prüfung extern validieren zu lassen, um Transparenz und Vertrauen bei den Investoren zu schaffen. Trotz dieser Bemühungen und eines überraschenden Führungswechsels bei der One Group im Januar, dessen Hintergründe nicht öffentlich gemacht wurden, bleibt die Unsicherheit unter den Anlegern bestehen. Die Gründe für den Zahlungsverzug liegen laut der One Group in den Ergebnissen der Portfolioanalyse, die darauf hindeuten, dass die Rückführung des Darlehens an die Emittentin voraussichtlich nicht fristgerecht erfolgen kann.

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