First Tin steigert Zinnreserven bei Taronga um 13 Prozent
Das Londoner Bergbauunternehmen First Tin meldet deutlich gestiegene Erzreserven beim australischen Zinnprojekt Taronga und plant eine optimierte Machbarkeitsstudie.

First Tin, an der Londoner Börse notiertes Bergbauunternehmen, hat für sein Zinnprojekt Taronga im australischen Bundesstaat New South Wales eine aktualisierte Erzreservenerklärung veröffentlicht. Die nachgewiesenen und wahrscheinlichen Erzreserven stiegen demnach um 5 Millionen Tonnen auf insgesamt 45 Millionen Tonnen mit einem Gehalt von 0,12 Prozent. Dies entspricht rund 55.000 Tonnen enthaltenem Zinn – ein bedeutender Zuwachs für das Projekt.
Besonders die nachgewiesenen Erzreserven verzeichneten ein starkes Wachstum. Sie stiegen um 19 Prozent von 26 Millionen Tonnen auf 31 Millionen Tonnen, bei einem Zinngehalt von 0,13 Prozent. Das entspricht 41.000 Tonnen enthaltenem Zinn. Insgesamt erhöhten sich die gesamten nachgewiesenen und wahrscheinlichen Reserven damit um 13 Prozent.
Ein wichtiger Aspekt der Meldung: Sämtliche aktualisierten Erzreserven befinden sich vollständig innerhalb der bestehenden Tagebaugrenzen. Diese Grenzen bilden die Grundlage für das laufende Genehmigungsverfahren von First Tin. Gleichzeitig verlängert sich durch die höheren Reserven die aktuelle Minenlebensdauer um etwa ein Jahr.
Potenzial für deutlich längere Minenlebensdauer
Über die unmittelbare Reservensteigerung hinaus deutet eine vorläufige Tagebauoptimierungsstudie auf erhebliches Zusatzpotenzial hin. Demnach könnten rund 20 Millionen Tonnen zusätzliches Mahlgut erschlossen werden, was die Minenlebensdauer in einem optimierten Szenario um etwa vier Jahre verlängern würde. Diese Schätzung basiert ausschließlich auf gemessenen und angezeigten Ressourcen und steht noch unter dem Vorbehalt detaillierter Tagebauplanungen, Zeitplanstudien und behördlicher Genehmigungen.
Die vorläufige Optimierungsstudie legt nahe, dass sich der Tagebau zwischen 25 und 50 Meter tiefer erstrecken könnte als im aktuellen Entwurf der endgültigen Machbarkeitsstudie (DFS) vorgesehen. Dies würde eine wesentliche Erweiterung des Projekts gegenüber dem bisherigen Plan bedeuten.
CEO Bill Scotting kommentierte die Ergebnisse positiv: „Die Kombination aus gestiegenen Erzreserven, einem niedrigeren Abraumverhältnis und dem Potenzial für eine wesentlich längere Minenlebensdauer stützt die Entwicklung von Taronga zusätzlich. Wir freuen uns darauf, dieses Aufwärtspotenzial in die bevorstehende optimierte DFS einzubeziehen."
Optimierte DFS als nächster Schritt
Lesen Sie alles zur aktuellen Aktie der Stunde
Erfahren Sie, worum es geht und warum sich ein genauer Blick jetzt lohnt.
Zur AktienanalyseScotting betonte zudem, dass die Erhöhung der Reserven um 13 Prozent auf 45 Millionen Tonnen den aktuellen Minenplan um ein Jahr verlängere – und dies alles innerhalb der bereits im Genehmigungsverfahren befindlichen Tagebaugrenzen. Das Unternehmen plant nun, die neuen Erkenntnisse in eine optimierte Fassung der endgültigen Machbarkeitsstudie (DFS) einfließen zu lassen.
Zinn gilt als strategisch wichtiges Metall, das unter anderem in der Elektronikindustrie und bei der Herstellung von Loten eingesetzt wird. Projekte wie Taronga gewinnen angesichts der wachsenden Nachfrage nach kritischen Rohstoffen – nicht zuletzt durch die Energiewende und die Elektrifizierung der Wirtschaft – zunehmend an Bedeutung. First Tin positioniert sich mit dem Taronga-Projekt als potenzieller Lieferant außerhalb der traditionell dominierenden Förderländer wie China oder Indonesien.


