Fitch stuft Viavi Solutions nach Schuldenabbau auf BB herauf
Die Ratingagentur hebt das Kreditrating nach Rückzahlung eines 450-Millionen-Dollar-Darlehens und deutlich verbesserter Verschuldungsquote an.

Fitch Ratings hat Viavi Solutions Inc. (NASDAQ: VIAV) von „BB-" auf „BB" hochgestuft und den Ausblick auf „stabil" gesetzt. Ausschlaggebend war die vollständige Rückzahlung eines befristeten Darlehens in Höhe von 450 Millionen US-Dollar, das durch eine Aktienemission finanziert wurde. Die Heraufstufung signalisiert eine deutliche Verbesserung der Kreditwürdigkeit des Netzwerktechnik-Unternehmens.
Der entscheidende Faktor für die Ratinganhebung ist die drastische Reduzierung des EBITDA-Verschuldungsgrads. Dieser sinkt für das Geschäftsjahr 2026 von zuvor 5,1x auf nunmehr 2,6x. Viavi hatte dazu den Nettoerlös aus der Aktienemission in Höhe von 557,2 Millionen US-Dollar genutzt, um den ausstehenden Saldo seines erstrangig besicherten befristeten Darlehens vollständig zu tilgen.
Fitch stufte im Zuge der Maßnahme auch die vorrangigen unbesicherten Anleihen des Unternehmens hoch – von „BB-/RR4" auf „BB" mit einem Recovery Rating von „RR4". Dies verbessert die Bewertung der Anleihen im Falle eines möglichen Ausfalls und stärkt das Vertrauen der Anleihegläubiger.
Geschäftsmodell und Wachstumstreiber
Viavi Solutions ist in den Märkten für drahtlose und drahtgebundene Test- und Messtechnik aktiv. Zwischen 70 und 80 Prozent des Umsatzes entfallen auf das Segment Network and Service Enablement, der verbleibende Anteil auf den Bereich Optical Security and Performance Products. Das Unternehmen bedient damit zwei strategisch wichtige Wachstumsbereiche der globalen Telekommunikationsinfrastruktur.
Im Jahr 2025 erweiterte Viavi sein Portfolio durch zwei Übernahmen: das Unternehmen Inertial Labs, Inc. sowie High-Speed-Ethernet-Test-Assets von Spirent Communications plc. Diese Akquisitionen stärken die technologische Basis und das Produktangebot im Bereich Hochgeschwindigkeitsnetzwerke.
Fitch erwartet nach dem Geschäftsjahr 2026 ein organisches Umsatzwachstum im mittleren einstelligen Bereich. Als wesentlicher Treiber gilt die steigende Nachfrage nach höheren Bandbreiten, die durch den Glasfaserausbau von Rechenzentrumsbetreibern und Telekommunikationsdienstleistern befeuert wird – ein Trend, der auch in Europa und Deutschland an Dynamik gewinnt.
Restrukturierung und Ausblick
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Zur AktienanalyseDie Ratingagentur prognostiziert EBITDA-Margen im oberen Zehnerbereich. Unterstützt wird diese Erwartung durch einen Restrukturierungsplan für 2026, der jährliche Betriebskostensenkungen in Höhe von 30 Millionen US-Dollar anstrebt. Damit soll die operative Effizienz des Unternehmens nachhaltig verbessert werden.
Der aktuelle EBITDA-Verschuldungsgrad von 2,6x liegt nun deutlich unter der Sensitivitätsschwelle von 3,0x, die Fitch für das BB-Rating definiert hat. Eine weitere Heraufstufung hält Fitch für möglich, sofern der Verschuldungsgrad dauerhaft unter 3,0x bleibt, das organische Umsatzwachstum in den hohen einstelligen Bereich steigt und die Volatilität der EBITDA-Marge abnimmt. Für Anleger bedeutet dies: Viavi befindet sich auf einem klar definierten Pfad zur weiteren Bonitätsverbesserung.


