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Fonds meiden Kupfer und setzen auf Aluminium

Zollrisiken, Preisvolatilität und neue Strategien institutioneller Investoren im Metallhandel

 Fonds meiden Kupfer und setzen auf Aluminium

Die Aussicht auf mögliche US-Einfuhrzölle auf Kupfer hat im physischen Metallhandel für starke Aktivitäten gesorgt, während sie für Fondsmanager zu erheblichen Herausforderungen geführt hat. Seit der Ankündigung einer Untersuchung zu Kupferimporten durch US-Präsident Donald Trump im Februar konzentriert sich der Handel zunehmend auf die Preisprämie des US-amerikanischen CME-Kupferkontrakts gegenüber dem internationalen Kurs an der London Metal Exchange (LME). Diese transatlantische Preisdifferenz hat die Funktion von Kupfer als Indikator für die globale Konjunkturentwicklung erheblich beeinträchtigt.

Die starke Volatilität im Kupfermarkt hat dazu geführt, dass sich viele Fondsmanager zurückgezogen haben. Sowohl die Positionierung der Investoren als auch das offene Interesse am CME-Kupferkontrakt sind in den vergangenen Monaten deutlich gesunken. Zu Jahresbeginn lag die Zahl offener Positionen noch bei 134.000 Kontrakten, wobei Long- und Short-Positionen relativ ausgewogen verteilt waren. Mittlerweile ist die Gesamtzahl auf 82.000 Kontrakte zurückgegangen, wobei das Netto-Long-Engagement 24.780 Kontrakte beträgt. Der Handel mit dem CME-Kupferkontrakt verzeichnete im Zeitraum Januar bis April im Vergleich zum Vorjahr ein Minus von 35 Prozent, während das offene Interesse Ende April ein Einjahrestief erreichte.

Der Strom von Schlagzeilen über Zölle auf Kupfer und den allgemeinen Handelskonflikt mit China hat den Markt zusätzlich destabilisiert. Besonders Fonds, die auf fallende Kupferpreise gesetzt hatten, litten unter der Entwicklung. Short-Positionen von Geldmanagern fielen auf den niedrigsten Stand seit November 2022. Auch die Long-Seite zeigt keine großen Bewegungen: Seit Mitte April stagnieren die entsprechenden Engagements.

Anzeichen dafür, dass das Kapital aus dem CME in den Kupfermarkt der LME fließt, gibt es nicht. Stattdessen richtet sich der Fokus der Fonds zunehmend auf Aluminium. Der Handel mit Aluminium unterliegt nicht den gleichen Arbitrage-Effekten wie Kupfer, da der CME-Kontrakt auf Aluminium sich am internationalen LME-Produkt orientiert. Dies hat dazu geführt, dass Short-Positionen auf LME-Aluminium auf den höchsten Stand seit Juli 2023 gestiegen sind. Gleichzeitig wurden Long-Positionen deutlich reduziert, wodurch sich die Netto-Positionierung von einem stark bullischen Niveau im März auf ein neutrales Niveau verändert hat.

Diese Umschichtung der Mittel trägt zur aktuellen Preisdifferenz zwischen Kupfer und Aluminium bei. Während sich der Kupferpreis seit dem Rückgang im April um 17 Prozent auf etwa 9.500 US-Dollar pro Tonne erholte, legte Aluminium im selben Zeitraum lediglich um 6 Prozent zu und liegt damit weiterhin 4 Prozent unter dem Jahresbeginn.

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