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Foodspring wird eingestellt: Mars beendet Fitnessmarke

Umsatzrückgang, Kritik und Konkurrenzdruck führten zur Schließung des Berliner Start-ups

Foodspring wird eingestellt: Mars beendet Fitnessmarke

Der US-amerikanische Lebensmittelkonzern Mars stellt die Berliner Fitnessmarke Foodspring ein. Dies geht aus einem internen Schreiben hervor, das CEO Christian Bubenheim Ende Februar an Geschäftspartner versandt hat. Darin begründet das Unternehmen die Entscheidung mit den sich wandelnden Marktbedingungen. Foodspring, bekannt für seine Proteinshakes, Energieriegel und Nahrungsergänzungsmittel, wird noch bis zum 30. Juni 2025 operativ tätig sein. Danach sollen sämtliche Aktivitäten eingestellt werden.

Die Marke Foodspring wurde 2013 von Philipp Schrempp und Tobias Schüle gegründet und etablierte sich rasch als einer der führenden Anbieter für Fitness- und Sporternährung. Investoren wie der neuseeländische Milchkonzern Fonterra unterstützten das Wachstum des Start-ups. Die Expansion in weitere europäische Märkte machte das Unternehmen für Mars attraktiv. 2019 übernahm der US-Konzern Foodspring für mehr als 210 Millionen Euro, zwei Jahre später kaufte Mars die verbliebenen Anteile der Gründer für 43 Millionen Euro auf.

Trotz dieser finanziellen Investitionen konnte sich Foodspring zuletzt nicht mehr gegen die Konkurrenz behaupten. Während der Umsatz im Jahr 2022 noch bei 84 Millionen Euro lag, verzeichnete das Unternehmen 2023 einen weiteren Rückgang. Steigende Werbeausgaben, rückläufige Webseitenbesuche und ein Nachlassen der Kundenbestellungen führten zu einer negativen Entwicklung. Bereits vor zwei Jahren hatte Mars auf die schwierige Lage reagiert und 36 Mitarbeitende entlassen, was rund 15 Prozent der Belegschaft entsprach.

Die Produkte von Foodspring, darunter das beliebte Proteinpulver mit Vanillegeschmack, wurden sowohl über Einzelhändler wie Rewe und DM als auch online vertrieben. Zahlreiche Athleten und Influencer warben für die Marke in sozialen Netzwerken. Dennoch konnte sich das Unternehmen nicht langfristig durchsetzen. Foodspring-Produkte bewegen sich preislich zwischen Eigenmarken der Supermärkte und teureren Konkurrenzprodukten wie denen der Marke More Nutrition. Trotz dieser Positionierung gelang es nicht, den Marktanteil zu sichern.

In den vergangenen Monaten häuften sich zudem negative Kundenrezensionen auf Bewertungsportalen. Kritik gab es insbesondere an Änderungen in den Rezepturen sowie am Kundenservice. Infolge der Schließung sind etwa 220 Mitarbeitende betroffen. Mars hat sich dazu nicht weiter geäußert und verweist auf die Unterstützung der Beschäftigten als aktuelle Priorität. Ob CEO Christian Bubenheim nach der Schließung im Unternehmen verbleibt, ist derzeit unklar.

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