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Ford Energy: Cramer sieht Chance durch KI-Infrastrukturboom

CNBC-Moderator Jim Cramer bewertet Fords neues Batteriespeichergeschäft als attraktive Langfristchance für Anleger.

Ford Energy: Cramer sieht Chance durch KI-Infrastrukturboom

CNBC-Moderator Jim Cramer hat sich positiv zu Fords neuem Batteriespeichergeschäft geäußert und sieht darin einen glaubwürdigen Weg für den Automobilhersteller, vom Boom der KI-Infrastruktur zu profitieren. In seiner Sendung „Mad Money" erklärte Cramer, dass die Initiative Ford langfristig zu einer attraktiveren Investition mache. Kurzfristig erwartet er jedoch keine wesentlichen Auswirkungen auf die Gewinne des Konzerns.

Im vergangenen Monat startete Ford offiziell die Tochtergesellschaft Ford Energy, die sich auf die Lieferung großflächiger Batteriespeichersysteme für Rechenzentren und das Stromnetz konzentriert. Die Ankündigung sorgte zunächst für Begeisterung an den Märkten: Die Ford-Aktie stieg von unter 14 US-Dollar auf ein Mehrjahreshoch von über 17 US-Dollar. Seitdem ist der Kurs jedoch wieder auf rund 13,96 US-Dollar zurückgefallen.

Cramers Einschätzung zur Ford-Aktie

„Ich liebe das, was Ford mit diesem Batteriegeschäft macht", sagte Cramer. Er hatte die Aktie während des steilen Kursanstiegs im vergangenen Monat bewusst nicht empfohlen, sieht nun aber nach dem Rücksetzer eine veränderte Ausgangslage. „Wenn Sie glauben, dass die Ölpreise und die Zinsen sinken werden, dann haben Sie meinen Segen, Ford Motor zu kaufen", so der Mad-Money-Moderator.

Cramer begründete seine positive Haltung mit der stark wachsenden Nachfrage nach Batteriespeichern im Zuge des globalen KI-Infrastrukturausbaus. Neue Rechenzentren, die für den Betrieb von KI-Systemen benötigt werden, sind auf zuverlässige Stromversorgung angewiesen und können sich Ausfälle schlichtweg nicht leisten. „Wir wissen, dass die Nachfrage nach diesen großen Backup-Batterien wahnsinnig schnell wächst, weil es sich all die neuen Rechenzentren schlichtweg nicht leisten können, offline zu gehen", erklärte er.

Darüber hinaus verwies Cramer auf den wachsenden Bedarf im Bereich der erneuerbaren Energien. Solar- und Windkraftanlagen sind auf Speichersysteme angewiesen, um Strom auch dann liefern zu können, wenn keine ausreichende Erzeugung stattfindet. Ford Energy adressiert damit gleich zwei der derzeit dynamischsten Wachstumsmärkte.

Produktionsziele und Zeitplan

Ford plant, mit Ford Energy jährlich eine Batteriespeicherkapazität von mindestens 20 Gigawatt zu produzieren. Die ersten Kundenauslieferungen sind für Ende 2027 geplant. Für deutsche Anleger ist dies ein relevanter Zeitrahmen: Bis dahin dürfte das Kerngeschäft von Ford – der Verkauf von Pkw und Nutzfahrzeugen – weiterhin die dominante Ertragsquelle bleiben.

Cramer mahnte trotz seiner grundsätzlich positiven Einschätzung zur Geduld. Ford Energy könnte zwar langfristig zu einem bedeutenden Geschäftsbereich heranwachsen, kurzfristige Gewinnimpulse seien jedoch nicht zu erwarten. Anleger sollten die Initiative daher als strategische Langfristchance und nicht als unmittelbaren Kurstreiber betrachten.

„Wenn Sie jedoch langfristig denken, macht dies Ford meiner Meinung nach zu einer attraktiveren Investition", fasste Cramer seine Einschätzung zusammen. Für Privatanleger, die auf sinkende Zinsen und fallende Ölpreise setzen, sieht der bekannte Marktkommentator die aktuelle Kursschwäche als möglichen Einstiegspunkt.

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