ANZEIGEDie kleine Aktie ist aktuell gnadenlos unterbewertet. So profitieren deutsche Anleger…

Ford F-150: Sicherheitsbehörde untersucht 1,3 Millionen Pickups wegen Getriebeproblemen

NHTSA weitet Untersuchung aus – Fahrzeuge schalten ohne Vorwarnung herunter und erhöhen Unfallrisiko

Ford F-150: Sicherheitsbehörde untersucht 1,3 Millionen Pickups wegen Getriebeproblemen

Die US-Verkehrssicherheitsbehörde NHTSA hat ihre Untersuchung zu Getriebeproblemen bei Ford F-150 Pickups ausgeweitet. Betroffen sind rund 1,3 Millionen Fahrzeuge der Modelljahre 2015 bis 2017, die mit dem 6R80-Getriebe ausgestattet sind. Die Behörde reagiert damit auf zahlreiche Beschwerden von Fahrzeughaltern über gefährliche Fehlfunktionen.

Besitzer der betroffenen Pickups berichten, dass ihre Fahrzeuge ohne Vorwarnung oder Fahrereingriff abrupt herunterschalten. Dies führt zu einer plötzlichen Verzögerung und in einigen Fällen zu einem kurzen Blockieren oder Schleudern der Hinterräder. Die NHTSA sieht dadurch ein erhöhtes Unfallrisiko, insbesondere im fließenden Verkehr.

Die aktuelle Untersuchung folgt auf eine vorläufige Bewertung, die die Behörde bereits am 21. März des vergangenen Jahres eingeleitet hatte. Das Office of Defects Investigation (ODI) der NHTSA hat nun eine technische Analyse gestartet, um weitere Tests durchzuführen und zusätzliche technische Daten zu überprüfen.

Unterschied zu früheren Rückrufen

Ford hat in seiner Stellungnahme gegenüber der NHTSA klargestellt, dass sich der mutmaßliche Defekt bei den F-150 der Jahre 2015 bis 2017 von früheren Problemen unterscheidet. Zwischen 2011 und 2014 hatte der Autohersteller bereits vier Sicherheitsrückrufe für ältere Modelle durchgeführt.

Die früheren Rückrufe waren laut Ford durch Fertigungsprobleme mit einem von einem externen Zulieferer gelieferten Teil verursacht worden. Dies hatte zu einem Verlust der Signale eines Geschwindigkeitssensors geführt. Bei den neueren Fahrzeugen könne das Problem hingegen durch die Abnutzung elektrischer Verbindungen im Laufe der Zeit entstehen, verursacht durch Hitze und Vibration.

Zusätzliches Sicherheitsrisiko identifiziert

Bei den vorläufigen Tests hat das ODI ein weiteres Risiko entdeckt: Ein zeitweiliger Signalverlust des Transmission Range Sensors (TRS) könne dazu führen, dass ein bergauf rückwärts fahrendes Fahrzeug ungewollt in den Leerlauf schaltet und vorwärts rollt. Diese Fehlfunktion stellt eine zusätzliche Gefahr dar, insbesondere beim Rangieren an Steigungen.

Der Ford F-150 ist seit Jahrzehnten der meistverkaufte Pickup in den USA und gehört zu den wichtigsten Modellen des Konzerns. Die Ausweitung der Untersuchung auf 1,3 Millionen Fahrzeuge zeigt die Dimension des potenziellen Problems. Ob die Untersuchung zu einem offiziellen Rückruf führen wird, ist derzeit noch offen und hängt von den Ergebnissen der laufenden technischen Analyse ab.

Ford F-150NHTSAGetriebeproblemRückrufSicherheitsuntersuchung

Disclaimer