Ford und BYD verhandeln über Hybridbatterien-Partnerschaft
Der US-Autobauer Ford Motor und der chinesische Elektroautoriese BYD führen Gespräche über eine mögliche Zusammenarbeit bei Hybridbatterien. Ford könnte künftig Batterien von BYD für seine Hybridmodelle beziehen.

Ford Motor und BYD befinden sich in fortgeschrittenen Verhandlungen über eine strategische Partnerschaft im Batteriebereich. Wie mit der Angelegenheit vertraute Personen berichten, könnte der amerikanische Autobauer künftig Batterien des chinesischen Herstellers für einige seiner Hybridfahrzeuge einsetzen.
Die beiden Unternehmen erörtern derzeit noch die genauen Modalitäten der Vereinbarung. Eine Option sieht vor, dass Ford die Batterien von BYD in seine Produktionsstätten außerhalb der USA importiert. Die Gespräche sind noch nicht abgeschlossen, und es besteht die Möglichkeit, dass keine Einigung erzielt wird.
Strategischer Kurswechsel bei Ford
Die mögliche Kooperation kommt zu einem Zeitpunkt, an dem Ford seine E-Auto-Strategie neu ausrichtet. Das Unternehmen zieht sich von reinen Elektrofahrzeugen zurück und setzt verstärkt auf Hybridmodelle. Für diese Neuausrichtung benötigt Ford einen leistungsfähigen Batterielieferanten.
Ein Ford-Sprecher bestätigte lediglich: "Wir sprechen mit vielen Unternehmen über viele Dinge." BYD lehnte eine Stellungnahme ab. Die Partnerschaft wäre bemerkenswert, da BYD als größter chinesischer Autohersteller in der US-Autoindustrie zunehmend als ernstzunehmender Konkurrent wahrgenommen wird.
BYD als Batterie-Spezialist
Bevor BYD zu einem der weltweit größten Automobilhersteller aufstieg, etablierte das Unternehmen ein starkes Geschäft in der Batterieproduktion. Das chinesische Unternehmen stellt sowohl Batterien für reine Elektrofahrzeuge als auch für Hybridmodelle her und gilt als Technologieführer in diesem Bereich.
Laut Bernstein Research stiegen die Batterielieferungen von BYD im vergangenen Jahr um beeindruckende 47 Prozent auf 286 Gigawattstunden. Derzeit produziert BYD die meisten Batterien in China, baut jedoch seine Kapazitäten in ausländischen Werken kontinuierlich aus.
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Zur AktienanalyseGlobale Expansion des chinesischen Konzerns
BYD expandiert aggressiv in internationale Märkte wie Südostasien, Europa und Brasilien. Die Zusammenarbeit mit Ford könnte dem chinesischen Hersteller helfen, seine globale Präsenz weiter auszubauen und gleichzeitig seine Produktionskapazitäten besser auszulasten.
Für Ford würde die Partnerschaft Zugang zu qualitativ hochwertigen und kostengünstigen Batterien bedeuten – ein entscheidender Faktor im zunehmend wettbewerbsintensiven Automobilmarkt. Die Fähigkeit von BYD, erschwingliche Modelle mit hochentwickelter Technologie zu produzieren, hat bereits die gesamte US-Autoindustrie aufgeschreckt.


