Forterra: Umsatz bricht im ersten Halbjahr um 13,5 Prozent ein
Der britische Baustoffhersteller Forterra kämpft mit schwacher Nachfrage, sinkenden Erlösen und geopolitischen Unsicherheiten.

Der britische Baustoffhersteller Forterra hat für das erste Halbjahr einen deutlichen Umsatzrückgang gemeldet. Die Erlöse sanken um 13,5 Prozent auf £168,80 Millionen. Das Unternehmen sah sich dabei in allen Produktlinien mit schwachen Marktbedingungen konfrontiert.
Auch das bereinigte EBITDA – also der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen – gab nach. Es sank im Berichtszeitraum um 9,7 Prozent auf £27 Millionen. Positiv zu vermerken ist jedoch, dass sich die EBITDA-Marge verbesserte, nachdem Forterra sich aus Nicht-Kerngeschäften zurückgezogen hatte.
Ziegel und Blockprodukte unter Druck
Der Umsatzrückgang resultierte aus einer schwächeren Nachfrage in den wichtigsten Produktkategorien. Während die Auslieferungen von Ziegeln lediglich leicht zurückgingen, verzeichneten Blockprodukte deutlichere Einbußen. Die Schwäche zog sich damit durch das gesamte Produktportfolio des Unternehmens.
Um die gestiegenen Kosten – unter anderem infolge des Nahostkonflikts – aufzufangen, reagierte Forterra mit Preisanpassungen. Das Unternehmen setzte Preiserhöhungen im niedrigen einstelligen Bereich für Ziegel um und erhob zusätzliche Zuschläge auf alle Produkte. Diese Maßnahmen sollen helfen, den Kostendruck zumindest teilweise abzufedern.
Parallel dazu nahm Forterra Produktionskürzungen vor und restrukturierte seine Management- und Supportfunktionen. Ziel dieser Maßnahmen ist es, jährliche Kosteneinsparungen in Höhe von £2 Millionen zu erzielen. Solche Effizienzprogramme sind in der Baustoffbranche ein gängiges Mittel, um in Phasen schwacher Nachfrage die Profitabilität zu schützen.
Aktienrückkauf und Ausblick
Trotz des schwierigen Marktumfelds setzte Forterra sein Aktienrückkaufprogramm im Volumen von £20 Millionen im ersten Halbjahr fort. Aktienrückkäufe signalisieren in der Regel, dass das Management das eigene Unternehmen für unterbewertet hält und Vertrauen in die langfristige Entwicklung hat.
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Zur AktienanalyseMit Blick auf die zweite Jahreshälfte erwartet Forterra eine ähnliche Nachfragesituation wie im ersten Halbjahr. Das Unternehmen geht davon aus, dass diese Entwicklung Ganzjahresergebnisse im Rahmen der Konsensprognosen der Analysten unterstützen würde. Eine klare Erholung ist damit vorerst nicht in Sicht.
Das Unternehmen warnte jedoch ausdrücklich, dass die Prognose der Nachfrage für das zweite Halbjahr aufgrund nationaler und globaler geopolitischer Unsicherheiten weiterhin schwierig bleibt. Für Anleger bedeutet dies, dass die Visibilität für das Gesamtjahr begrenzt ist und externe Faktoren die Geschäftsentwicklung maßgeblich beeinflussen könnten.


