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Fortescue investiert 680 Millionen Dollar in grüne Energie Australiens

Der australische Bergbauriese Fortescue treibt seine Energiewende voran und meldet gleichzeitig Rekord-Eisenerzlieferungen im dritten Quartal.

Fortescue investiert 680 Millionen Dollar in grüne Energie Australiens

Fortescue, das an der australischen Börse ASX notierte Bergbauunternehmen, hat grünes Licht vom Vorstand für eine neue Investition in Höhe von 680 Millionen US-Dollar erhalten. Das Kapital fließt in den Ausbau der Infrastruktur für grüne Energie in der australischen Pilbara-Region. Ziel ist es, die wachsende Nachfrage nach erneuerbarem Strom zu bedienen – insbesondere für energieintensive Anwendungen wie Rechenzentren.

Konkret beschleunigt Fortescue die Entwicklung des 200-Megawatt-Projekts „Pilbara Green Energy". Das Projekt soll erneuerbare Energie bereitstellen, die über den eigenen Bedarf des Unternehmens im Rahmen seiner „Real Zero by 2030"-Strategie hinausgeht. Der Abschluss des Projekts ist für das Jahr 2028 geplant, wobei ein Erweiterungspfad in den Multi-Gigawatt-Bereich über 2030 hinaus vorgesehen ist.

Milliardenschwere Dekarbonisierungsstrategie

Die neue 680-Millionen-Dollar-Initiative kommt zusätzlich zu einer bereits vom Vorstand genehmigten Investition von 6,2 Milliarden US-Dollar, die der vollständigen Dekarbonisierung der Konzernaktivitäten dient. Fortescue plant, ein voll integriertes, netzunabhängiges System für erneuerbare Energien aufzubauen, ergänzt durch groß angelegte Batteriespeicher- und Stabilisierungskapazitäten.

Das bereits angekündigte „Green Grid" von Fortescue bildet das Rückgrat der „Real Zero"-Strategie. Bis 2028 soll dieses Netz folgende Komponenten umfassen:

  • 1,2 GW Solarleistung
  • 600 MW Windleistung
  • rund 5 GWh Batteriespeicher
  • 620 km Übertragungsleitungen

„Es handelt sich um ein unabhängig betriebenes, replizierbares System, das darauf ausgelegt ist, zuverlässigen, stabilisierten Strom in großem Maßstab zu liefern", erklärte das Unternehmen. Fortescue steht dabei im Austausch mit Regierungsstellen und den traditionellen Landeigentümern der Region.

Forrest: Modell für die Schwerindustrie

Exekutivvorsitzender Dr. Andrew Forrest betonte die Vorbildfunktion des Projekts für die gesamte Industrie. „Fortescue demonstriert in der Pilbara-Region bereits, dass die Schwerindustrie mit einem voll integrierten erneuerbaren Netz betrieben werden kann – wodurch fossile Brennstoffe eliminiert und gleichzeitig Kosten, Zuverlässigkeit und Kontrolle verbessert werden", so Forrest.

Der Unternehmensgründer sieht in dem Modell enormes Wachstumspotenzial: „Wir weiten dieses Modell nun auf neue Kunden aus, insbesondere auf Rechenzentren, und tragen so dazu bei, eine der am schnellsten wachsenden Nachfragequellen der Welt zu bedienen." Forrest hob hervor, dass das Konzept neue Industriezweige in die Lage versetzt, fossilfrei, kostengünstiger und schneller als mit herkömmlichen Alternativen zu operieren.

Rekord bei Eisenerzlieferungen trotz Zyklonen

Parallel zur Energiewende-Offensive meldete Fortescue starke operative Zahlen. Im dritten Quartal des laufenden Geschäftsjahres – dem zum 31. März abgeschlossenen Quartal – lieferte das Unternehmen Rekordmengen von 48,4 Millionen Tonnen Eisenerz aus. Das entspricht einem Anstieg von 5 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum.

Bemerkenswert ist dieser Rekord vor dem Hintergrund, dass Zyklone Australien in den letzten Wochen heimgesucht hatten und die Zahlen dadurch niedriger ausfielen als ursprünglich erwartet. Trotz dieser Widrigkeiten hält Fortescue an seiner Jahresprognose fest und erwartet für das Gesamtjahr Eisenerzlieferungen zwischen 195 Millionen und 205 Millionen Tonnen.

Für deutsche Anleger ist Fortescue ein bedeutender Akteur auf dem globalen Eisenerzmarkt und zugleich ein Pionier bei der Dekarbonisierung der energieintensiven Bergbauindustrie. Die Kombination aus operativer Stärke und ambitionierter Nachhaltigkeitsstrategie macht das Unternehmen zu einem vielbeachteten Titel im Rohstoffsektor.

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