ANZEIGEDie kleine Aktie ist aktuell gnadenlos unterbewertet. So profitieren deutsche Anleger…

Fox lehnt NFL-Vertragsverhandlungen vor 2030 kategorisch ab

CEO Lachlan Murdoch erklärt: Fox verhandelt keinen neuen NFL-Medienrechtevertrag vor Ablauf des aktuellen Kontrakts im Jahr 2030.

Fox lehnt NFL-Vertragsverhandlungen vor 2030 kategorisch ab

Fox wird vor dem Jahr 2030 keine neuen Verhandlungen über einen Medienrechtevertrag mit der NFL aufnehmen. Das erklärte Konzernchef Lachlan Murdoch am Donnerstag während einer Telefonkonferenz anlässlich der Quartalszahlen des Unternehmens. Damit setzt Fox ein klares Signal gegenüber der amerikanischen Football-Liga, die zuletzt aktiv Sondierungsgespräche mit mehreren Medienpartnern geführt hatte.

Die NFL hatte bereits Vorgespräche sowohl mit Fox als auch mit der CBS-Muttergesellschaft Paramount Skydance geführt. Ziel dieser Gespräche war es, die bestehenden Opt-out-Klauseln aus den Verträgen zu streichen und gleichzeitig die Kosten für die Live-Übertragungsrechte zu erhöhen, wie der US-Sender CNBC zuvor berichtete. Murdoch erklärte, dass genau diese vorläufigen Gespräche Fox zu der Entscheidung geführt hätten, keinen neuen Vertrag abzuschließen.

Fox und CBS halten derzeit die Rechtepakete für die begehrten Sonntagnachmittagsspiele der NFL. Ohne die Ausstiegsklausel würden die bestehenden Verträge von Fox und Paramount mit der Liga bis zum Ende der Saison 2033/34 laufen. Gemäß den aktuellen Vertragsbedingungen kann die NFL zum Ende der Saison 2029/30 von der Vereinbarung mit allen Partnern außer Disney zurücktreten — Disney verfügt über ein zusätzliches Jahr.

Milliardenschwere Rechte unter Druck

Der Hintergrund dieser Auseinandersetzung ist finanziell bedeutsam. Die NFL unterzeichnete ihren jüngsten Medienrechtevertrag im Jahr 2021 — ein Paket im Gesamtwert von mehr als 100 Milliarden US-Dollar. NFL-Commissioner Roger Goodell hatte gegenüber CNBC im vergangenen Jahr erklärt, er halte die Rechte der Liga im Vergleich zu anderen Sportarten für relativ unterbewertet.

Als Vergleichsmaßstab dient die NBA: Die Basketball-Liga hat ihren Umsatz aus Medienrechten mit einem 2024 abgeschlossenen 11-Jahres-Vertrag über 77 Milliarden US-Dollar nahezu verdreifacht. In frühen Gesprächen mit Paramount hatte die NFL eine Erhöhung der Rechtekosten um fast eine Milliarde US-Dollar pro Jahr erörtert. Im Gegenzug würde die Liga die Ausstrahlung auf CBS bis 2034 garantieren.

NFL setzt auf Flexibilität mit neuen Partnern

Die NFL behält sich grundsätzlich die Flexibilität vor, Verträge mit Medienpartnern vorzeitig zu verlängern oder neue Partner aufzunehmen. In den vergangenen Jahren hat die Liga genau das getan — mit YouTube und Netflix wurden neue Vereinbarungen geschlossen, die das Medienrechtegefüge der NFL deutlich erweitert haben.

Ein Sprecher der NFL lehnte eine Stellungnahme zu Murdochs Äußerungen ab. Hugh Johnston, Finanzvorstand von Disney, erklärte Anfang dieser Woche gegenüber CNBC, dass die NFL Disney bisher noch nicht wegen eines neuen Vertrags kontaktiert habe. Damit bleibt die Lage bei mehreren großen Medienpartnern der Liga vorerst ungeklärt.

Für deutsche Anleger und Medienbeobachter ist die Entwicklung relevant, da Fox Corporation und Paramount zu den bedeutenden börsennotierten Medienkonzernen weltweit zählen. Die NFL-Rechte gelten als eines der wertvollsten Güter im globalen Mediengeschäft — die Verhandlungen um ihre Verlängerung dürften die Branche noch bis weit in die 2030er Jahre beschäftigen.

Fox Nfl MedienrechteLachlan Murdoch NflNfl Fernsehrechte 2030Nfl MedienvertragFox Corporation NflNfl Cbs RechteNfl Medienrechte Milliarden

Disclaimer