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Frauen im Management unterrepräsentiert

Frauen in Führungspositionen: Neue Studie zeigt mangelnde Fortschritte und Unterschiede nach Branchen

Frauen im Management unterrepräsentiert

Eine aktuelle Auswertung der Schufa zeigt erneut, dass Frauen in deutschen Unternehmen nach wie vor unterrepräsentiert sind. Die Daten zeigen, dass in nur 20 Prozent der Personen- und Kapitalgesellschaften mindestens eine Frau im Management sitzt. Dies bedeutet, dass Frauen immer noch Schwierigkeiten haben, in Führungspositionen aufzusteigen. Schufa-Chefin Tanja Birkholz sagte dazu: "Bei dem jetzigen Tempo müssten wir bis 2070 warten, bis in der Hälfte aller deutschen Unternehmen eine Frau in der ersten Führungsebene sitzt".

Es gibt jedoch große Unterschiede nach Branchen. Im Veterinärwesen liegt der Anteil der Unternehmen mit mindestens einer Frau in der Topetage bei 66,1 Prozent, in der Bekleidungsbranche sind es 62,7 Prozent, im Sozialwesen 59,8 Prozent und im Gesundheitswesen 57,8 Prozent. Dagegen finden sich in der Braubranche nur 6,5 Prozent der Unternehmen mit mindestens einer Frau in der Topetage.

Ein weiteres Problem ist die geringe Zahl von Frauen in Vorstandsgremien börsennotierter Unternehmen. Laut einer Auswertung der Initiative "Fidar" liegt der Frauenanteil im Management bei nur 6,5 Prozent. Auch hier ist ein langsamer Fortschritt zu beobachten.

Frauen haben jedoch auch die Möglichkeit, selbst zu gründen. Laut Schufa-Daten sind 30,8 Prozent aller Gewerbetreibenden und freiberuflich Tätigen weiblich. Obwohl es in diesem Bereich ein höheres Maß an Selbstständigkeit gibt, zeigt dies auch, dass Frauen immer noch Schwierigkeiten haben, in Führungspositionen zu kommen.

Es gibt keine einfachen Lösungen für dieses Problem. Es ist wichtig, dass Unternehmen sich bewusst sind, dass Vielfalt ein wichtiger Faktor für den Erfolg ist. Es gibt auch Initiativen wie die "Charta der Vielfalt", die Unternehmen dabei unterstützen, eine diversere Belegschaft zu schaffen. Frauen müssen auch in der Lage sein, ihre Verhandlungsfähigkeiten zu verbessern, um ihr Potenzial voll auszuschöpfen. Wenn sich jedoch nichts ändert, wird es noch viele Jahre dauern, bis Frauen in der gleichen Anzahl wie Männer in Führungspositionen zu finden sind.

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