ANZEIGEDie kleine Aktie ist aktuell gnadenlos unterbewertet. So profitieren deutsche Anleger…

FTSE 100 und DAX unter Druck: Iran-Krise belastet europäische Märkte

Stockende Nuklearverhandlungen zwischen den USA und dem Iran sowie Trumps Drohung mit Militäreinsatz verunsichern Anleger weltweit.

FTSE 100 und DAX unter Druck: Iran-Krise belastet europäische Märkte

Britische und europäische Aktien haben am Dienstag nachgegeben, nachdem die Hoffnungen auf eine diplomatische Lösung im Iran-Konflikt erneut einen Dämpfer erlitten. Der FTSE 100 verlor um 08:57 Uhr ET (12:57 Uhr GMT) 0,29 Prozent, während der deutsche DAX um 0,82 Prozent und der französische CAC 40 um 0,54 Prozent nachgaben. Auch das Pfund Sterling geriet unter Druck: Das Währungspaar GBP/USD fiel um 0,52 Prozent auf 1,3540.

Auslöser der neuen Risikoaversion war eine Reihe von Aussagen von US-Präsident Donald Trump. In einem Gespräch mit Reportern im Oval Office am Montag bezeichnete Trump die jüngste Verhandlungsantwort des Irans als „Stück Abfall" und erklärte, der Waffenstillstand hänge „an lebenserhaltenden Maßnahmen". „Es ist unglaublich schwach", sagte er gegenüber Journalisten. „Ich würde sagen, es ist eine der schwächsten [Antworten], im Moment hängt es an lebenserhaltenden Maßnahmen."

Militärische Eskalation rückt wieder in den Fokus

Gegenüber Fox News erklärte Trump zudem, er ziehe die Wiederaufnahme von „Project Freedom" in Betracht – einer Militäroperation zur Eskorte von Schiffen durch die vom Iran blockierte Straße von Hormus. Die Operation hatte er erst in der Vorwoche nach etwa einem Tag abgebrochen. Nun warnte er, dass ein erneuter Anlauf nur „ein Teil" einer größeren Militäroperation sein würde – eine deutliche Verschärfung des Tons.

Trump berief am Montag zudem ein hochrangiges Sicherheitstreffen im Situation Room des Weißen Hauses ein, um die weiteren Schritte gegenüber dem Iran zu besprechen. Der israelische Sender Channel 12 berichtete unter Berufung auf zwei hochrangige US-Beamte, dass Trump erneute Angriffe in Erwägung ziehe, um den Druck auf Teheran zu erhöhen. Ein Beamter wurde mit den Worten zitiert: „Trump wird sie ein wenig treffen."

Auf iranischer Seite zeigte sich Parlamentssprecher Mohammad Bagher Ghalibaf unbeeindruckt. Er schrieb auf X, dass Teheran „auf alle Optionen vorbereitet" sei und Washington „keine Alternative habe, als die Rechte des iranischen Volkes zu akzeptieren", wie sie im 14-Punkte-Vorschlag des Irans dargelegt sind.

Britische Unternehmen spüren die Folgen

Die geopolitische Unsicherheit schlägt sich direkt in den Geschäftszahlen britischer Unternehmen nieder. Besonders deutlich zeigt sich das beim Online-Reiseanbieter On the Beach: Das Unternehmen senkte seine Prognose für den bereinigten Vorsteuergewinn für das Gesamtjahr auf 18 bis 25 Millionen Pfund – weit unter den Analystenschätzungen von 38,5 bis 42 Millionen Pfund. Der Iran-Konflikt habe zu einem starken Rückgang der Buchungen für nahegelegene Ziele wie die Türkei, Zypern und Ägypten geführt.

Auch Wizz Air warnte vor einem schwierigen Betriebsumfeld angesichts des anhaltenden Nahostkonflikts und prognostiziert für das Geschäftsjahr 2026 lediglich ein ausgeglichenes bis leicht positives Ergebnis. Imperial Brands warnte ebenfalls, dass der Iran-Krieg die Inputkosten und die Verbrauchernachfrage beeinträchtigen könnte, falls der Konflikt andauert – bestätigte jedoch seinen Ausblick für das Gesamtjahr. Der bereinigte Betriebsgewinn im ersten Halbjahr lag bei 1,64 Milliarden Pfund und verfehlte die Erwartungen knapp.

Positivere Nachrichten kamen hingegen von Marston's und Greggs. Der Pub-Betreiber Marston's verzeichnete einen Anstieg des bereinigten Vorsteuergewinns im ersten Halbjahr um 7,9 Prozent, getrieben durch Kostenkontrolle und Effizienzinitiativen, und ließ den Ausblick für das Gesamtjahr unverändert. Die Bäckereikette Greggs meldete für den jüngsten 10-Wochen-Zeitraum ein flächenbereinigtes Umsatzwachstum von 3,3 Prozent, unterstützt durch neue Menüangebote, und behielt ebenfalls seine Jahresprognose bei.

Im Immobiliensektor gab Picton Property bekannt, dass LondonMetric und der Schroder Real Estate Investment Trust sich auf die Bedingungen für ein unverbindliches, aktienbasiertes Übernahmeangebot in Höhe von 403 Millionen Pfund geeinigt haben. Die Entwicklungen an den europäischen Märkten verdeutlichen, wie stark geopolitische Spannungen im Nahen Osten die Stimmung der Anleger und die Geschäftsaussichten börsennotierter Unternehmen beeinflussen können.

Ftse 100DAXIran KonfliktTrump MilitärEuropäische AktienStraße Von HormusOn The Beach Gewinnwarnung

Disclaimer