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FTSE 100: Warum britische ETFs jetzt Anleger anziehen

Europas Börsen erholen sich vom Iran-Schock – der britische Leitindex hielt sich dabei besonders stabil.

FTSE 100: Warum britische ETFs jetzt Anleger anziehen

Die europäischen Aktienmärkte befinden sich auf Erholungskurs. Nach dem militärischen Angriff der USA und Israels auf den Iran hatten die Kurse deutlich nachgegeben – doch ein Großteil dieser Verluste ist inzwischen wieder aufgeholt. Besonders auffällig: Der britische Leitindex FTSE 100 zeigte sich in dieser turbulenten Phase deutlich widerstandsfähiger als viele seiner europäischen Pendants.

Während Indizes wie der DAX oder der Euro Stoxx 50 stärker unter dem geopolitischen Druck litten, hielt sich der FTSE 100 vergleichsweise gut. Das liegt unter anderem an seiner besonderen Zusammensetzung: Der britische Index ist stark in defensiven Sektoren wie Energie, Rohstoffe und Konsumgüter gewichtet – Bereiche, die in Krisenzeiten oft stabiler performen als zyklische Wachstumswerte.

Warum der FTSE 100 in Krisenzeiten glänzt

Der FTSE 100 umfasst die 100 größten börsennotierten Unternehmen Großbritanniens und gilt als einer der internationalsten Indizes weltweit. Viele seiner Mitglieder erzielen den Großteil ihrer Umsätze außerhalb Großbritanniens – in Dollar oder anderen Hartwährungen. Das macht den Index weniger abhängig von der britischen Binnenwirtschaft und verleiht ihm eine natürliche Absicherung gegen lokale Konjunkturschwächen.

Für Privatanleger rücken deshalb ETFs auf den FTSE 100 verstärkt in den Fokus. Solche börsengehandelten Indexfonds ermöglichen eine kostengünstige und breit gestreute Beteiligung am britischen Aktienmarkt. Angesichts der aktuellen geopolitischen Unsicherheiten suchen viele Anleger gezielt nach defensiveren Alternativen zu volatileren Wachstumsindizes.

Allerdings sollten Investoren auch die Risiken im Blick behalten. Wechselkursschwankungen zwischen Euro und britischem Pfund können die Rendite beeinflussen. Zudem bleibt die geopolitische Lage im Nahen Osten ein unsicherer Faktor, der die Märkte weiterhin belasten könnte.

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