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Fünf Themen, die Anleger in der kommenden Woche bewegen

Von ISM-Daten über Fed-Protokoll bis zu Quartalszahlen von Levi's und Delta – das erwartet Investoren in der neuen Woche.

Fünf Themen, die Anleger in der kommenden Woche bewegen

Die neue Börsenwoche hält für Anleger an der Wall Street gleich mehrere wichtige Ereignisse bereit. Nach dem langen Wochenende zum Unabhängigkeitstag rücken US-Konjunkturdaten, die Auswertung der jüngsten Fed-Sitzung sowie Quartalsergebnisse bedeutender Unternehmen in den Fokus.

Den Auftakt macht am Montag der Einkaufsmanagerindex (PMI) des Institute for Supply Management (ISM) für den US-Dienstleistungssektor. Analysten erwarten für Juni einen Wert von 54,2 – ein leichter Rückgang gegenüber dem Vormonatswert von 54,5. Ein Indexstand über 50 signalisiert dabei Wachstum. Der Dienstleistungssektor ist von besonderer Bedeutung, da er mehr als zwei Drittel des gesamten US-Wirtschaftswachstums ausmacht und damit als entscheidender Motor der weltgrößten Volkswirtschaft gilt.

In der Vorwoche hatte bereits ein separater ISM-Index für das verarbeitende Gewerbe enttäuscht: Er verlangsamte sich stärker als erwartet und kühlte sich nach einem Anstieg im Mai ab. Unternehmen bewerteten dabei sowohl die Entwicklungen im Iran-Krieg als auch den anhaltenden KI-Boom.

Fed-Protokoll und Task-Force-Besetzung im Blick

Im weiteren Wochenverlauf steht das Protokoll der Juni-Sitzung der Federal Reserve zur Veröffentlichung an. Bei dieser Sitzung – der ersten unter dem neuen Fed-Vorsitzenden Kevin Warsh – beließ die Zentralbank die Zinssätze unverändert bei 3,5 bis 3,75 Prozent. Offizielle Projektionen deuteten jedoch darauf hin, dass mehrere Entscheidungsträger weiterhin mit einer Zinserhöhung in diesem Jahr rechnen, um den energiegetriebenen Inflationsdruck einzudämmen.

Warsh nutzte seine erste Pressekonferenz, um Pläne für eine Überarbeitung langjähriger Fed-Abläufe anzukündigen – darunter den Ansatz zur sogenannten Forward Guidance bei den Zinsen. Seither hat er bekräftigt, keine Hinweise auf den künftigen Zinspfad geben zu wollen. Besonders aufmerksam registrierten die Märkte seine Einschätzung, dass die Inflationsrisiken aus seiner Sicht gesunken seien. Dies dämpfte zusammen mit schwachen Arbeitsmarktdaten die Erwartungen an eine baldige Zinserhöhung.

Darüber hinaus wird erwartet, dass Warsh in dieser Woche die personelle Besetzung mehrerer „Task Forces" bekanntgibt, die mit der Überprüfung interner Fed-Prozesse beauftragt sind. Bei einer Zentralbank-Veranstaltung in Portugal erklärte Warsh, er werde enthüllen, „wer die externen Experten sein werden", die in diesen Gremien mitwirken. Laut Reuters sollen fünf Task Forces eingerichtet werden, die sich mit den Themen Kommunikationspraktiken, Bilanz, Wirtschaftsdatenanalyse, Produktivität und Beschäftigung sowie dem Inflationsrahmen der Fed befassen.

Levi Strauss und Delta Air Lines legen Quartalszahlen vor

Auf Unternehmensseite zählt Levi Strauss & Co zu den Highlights der Woche. Der Jeanshersteller hatte im April seine Prognosen für Jahresumsatz und Gewinn angehoben und setzt darauf, dass eine solide Nachfrage die Auswirkungen der US-Zölle abfedern kann. Neben der Zollproblematik kämpfte Levi's auch mit den wirtschaftlichen Folgen des Iran-Krieges. Als Reaktion darauf diversifiziert das Unternehmen seine Beschaffung über China hinaus und setzt auf Preiserhöhungen sowie Kostenkontrollen. Die Aktie hat seit Jahresbeginn bereits mehr als 17 Prozent zugelegt.

Delta Air Lines präsentiert seine Quartalszahlen am Freitag vor Handelsbeginn. Die Fluggesellschaft hatte zuvor jegliches erwartete Kapazitätswachstum für das Juni-Quartal gestrichen und im April keine aktualisierte Jahresprognose abgegeben. CEO Ed Bastian bezeichnete eine solche Prognose angesichts gestiegener Treibstoffpreise infolge des Iran-Krieges als „unklug". Nach einem vorläufigen Friedensabkommen zwischen den USA und dem Iran im vergangenen Monat sind die Ölpreise jedoch auf das Vorkriegsniveau zurückgekehrt. Händler dürften daher gespannt verfolgen, wie Delta den weiteren Jahresverlauf 2026 einschätzt. Die Delta-Aktie ist seit Jahresbeginn um über 34 Prozent gestiegen.

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