Fürchtet Elon Musk um Sicherheit seiner Familie?
Das Teilen von Standortdaten führte zur vorübergehenden Sperrung mehrerer Twitter-Accounts

Elon Musks Twitter hat die Konten einer Reihe prominenter US-Journalisten gesperrt, weil sie nach Angaben des Unternehmers gegen eine kürzlich eingeführte Richtlinie zur Standortfreigabe verstoßen haben.
Am Donnerstag wurden mindestens sieben bekannte Journalisten, die häufig über Musk und sein Unternehmen schreiben, rausgeworfen. Dazu gehören Drew Harwell von der Washington Post, Donie O'Sullivan von CNN und Ryan Mac von der New York Times.
Laut CNN sollte Twitters "wachsende Instabilität und Unbeständigkeit allen Nutzern der Plattform große Sorgen bereiten", während die New York Times das Verbot als "fragwürdig und traurig" bezeichnete. Entsprechende Äußerungen waren von CNN jedoch nicht zu vernehmen, als die vorherige Twitter-Leitung unzählige konservatige Konten sperrte.
Die Verbote erfolgten als Reaktion auf die Kritik an der Löschung von ElonJet, einem Account des 20-jährigen US-Studenten Jack Sweeney, der Informationen über den Aufenthaltsort von Musks Privatjet an die Öffentlichkeit brachte.
Musk kündigte am Mittwoch eine Änderung der Twitter-Regeln an, die die Veröffentlichung der "Live"-Standorte von Nutzern verbietet, nachdem er den ElonJet-Account gelöscht hatte. In Bezug auf eine Konfrontation zwischen seinem Kind und einem "verrückten Stalker" behauptete er, der ElonJet-Account habe seine Familie in Gefahr gebracht. Laut Musk wird Sweeney mit rechtlichen Schritten rechnen müssen.
In ihrer Berichterstattung hatten einige der suspendierten Journalisten einen neuen ElonJet-Account erwähnt, den Sweeney bei Mastodon, einem aufstrebenden Twitter-Konkurrenten, angelegt hatte.
Am Donnerstag deaktivierte die gemeinnützige Organisation, die die Mastodon-Plattform betreibt, auch ihr Twitter-Konto. Der Dienst stufte die Tweets als "möglicherweise gefährlich" ein, was viele Twitter-Nutzer davon abhielt, Links zu ihren eigenen Mastodon-Seiten zu teilen.
Nach den Verboten erklärte Musk auf Twitter, dass "Journalisten" den gleichen Beschränkungen für Doxxing unterliegen wie alle anderen auch. Das Veröffentlichen von privaten Informationen über eine Person, wie z. B. der Wohnadresse, wird als "Doxxing" bezeichnet.
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Zur AktienanalyseMusk fuhr fort: "Mich den ganzen Tag zu kritisieren ist absolut akzeptabel, aber die Sicherheit meiner Familie und meinen Aufenthaltsort in Echtzeit preiszugeben, ist es nicht."
Obwohl eine von ihm organisierte Twitter-Umfrage ergab, dass 43 % der Befragten eine schnelle Aufhebung der Sperren und 38 % eine längere Sperre wünschten, schrieb er später, dass die Konten der Journalisten für sieben Tage gesperrt werden sollten.
Musk hatte zuvor behauptet, dass die Existenz des ElonJet-Accounts ein Beweis für sein Engagement für die freie Meinungsäußerung auf Twitter sei.


