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Galeria Karstadt Kaufhof: Dritter Insolvenzantrag in drei Jahren

Die ungewisse Zukunft des Warenhauskonzerns und die Hoffnung auf einen neuen Eigentümer

Galeria Karstadt Kaufhof: Dritter Insolvenzantrag in drei Jahren

Die Warenhauskette Galeria Karstadt Kaufhof (GKK) hat erneut einen Insolvenzantrag eingereicht, und dies markiert bereits den dritten Antrag innerhalb von nur drei Jahren. Dieser Schritt erfolgte aufgrund der finanziellen Schwierigkeiten ihres Mutterkonzerns Signa. Das Ziel hinter dieser Entscheidung ist es, einen neuen Eigentümer für das Traditionsunternehmen zu finden und die Geschäfte fortzusetzen.

Galeria-Chef Olivier van den Bossche erklärte, dass die bisherige Eigentümerstruktur erheblichen Druck auf den operativen Erfolg von Galeria ausgeübt habe. Er betrachtet den Insolvenzantrag als eine Möglichkeit, sich von diesen Belastungen zu befreien. Die Signa-Gruppe, zu der auch GKK gehört, hatte in den letzten Wochen mehrere ihrer Tochterunternehmen in den Bereichen Handel und Immobilien in die Insolvenz geführt. Diese Entwicklung zwang Signa, das Geschäft geordnet abzuwickeln, was einen Verkauf von GKK mit sich brachte.

Es ist nicht das erste Mal, dass GKK in finanzielle Schwierigkeiten geraten ist. Bereits Ende 2022 musste das Unternehmen Schutz in einem Schutzschirmverfahren suchen und erhielt im März 2023 Zustimmung von den Gläubigern für einen Insolvenzplan. Signa versprach damals 200 Millionen Euro für die Sanierung, die in mehreren Tranchen bis 2025 fließen sollten. Die Unsicherheit über die tatsächliche Zahlung dieser Gelder bleibt jedoch bestehen.

Die neue Insolvenz hat auch Auswirkungen auf die Beschäftigten von GKK. Die Warenhauskette betreibt derzeit 92 Filialen und beschäftigt über 15.000 Menschen. Die Konsequenzen für die Mitarbeiter sind noch unklar, aber während der vorherigen Insolvenz erhielten sie drei Monate lang Insolvenzgeld von der Bundesagentur für Arbeit. Die Gläubiger von GKK hatten bereits in den letzten Insolvenzverfahren auf Milliardenforderungen verzichtet, um dem Unternehmen zu helfen. Zusätzlich hatte der deutsche Staat in den Jahren 2021 und 2022 mit insgesamt 680 Millionen Euro Unterstützung geleistet.

In diesem neuen Insolvenzverfahren wurde ein Regel-Insolvenzverfahren beantragt, bei dem ein vorläufiger Insolvenzverwalter vom Gericht bestellt wird. Die Geschäftsführung bleibt zwar im Amt, aber alle wichtigen Geschäftsentscheidungen erfordern die Zustimmung des vorläufigen Insolvenzverwalters. Dieser wird auch ein Gutachten darüber erstellen, ob die Voraussetzungen für den Insolvenzantrag gegeben sind und ob die Verfahrenskosten gedeckt sind. Sollten diese Voraussetzungen erfüllt sein, wird das Insolvenzverfahren eröffnet. Die Zukunft von Galeria Karstadt Kaufhof bleibt somit weiterhin ungewiss.

GaleriaInsolvenz Signa-Gruppe

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