GAM reduziert Verlust 2025 – Profitabilität verzögert sich weiter
Der Schweizer Vermögensverwalter GAM verbessert sein Ergebnis durch Kostensenkungen, kämpft aber weiter mit Mittelabflüssen.

Der Schweizer Vermögensverwalter GAM hat für das Geschäftsjahr 2025 einen Nettoverlust von CHF 74,2 Millionen ausgewiesen. Damit verbesserte sich das Ergebnis gegenüber dem Vorjahr spürbar – hauptsächlich dank konsequenter Kostensenkungsmaßnahmen. Der bereinigte Vorsteuerverlust sank auf CHF 60,2 Millionen.
Die Verbesserung wurde allerdings teilweise durch rückläufige Netto-Honorar- und Provisionserträge gebremst. GAM kämpft weiterhin mit dem strukturellen Problem sinkender Einnahmen aus dem Fondsgeschäft. Kosteneinsparungen allein können den Rückgang auf der Ertragsseite nicht vollständig kompensieren.
Verwaltetes Vermögen unter Druck
Das verwaltete Vermögen (Assets under Management) fiel auf CHF 12,5 Milliarden. GAM führt diesen Rückgang auf Nettomittelabflüsse sowie auf Veräußerungen von Vermögenswerten im Berichtszeitraum zurück. Für Vermögensverwalter ist das verwaltete Volumen eine zentrale Kenngröße, da die Gebühreneinnahmen direkt davon abhängen.
Die Mittelabflüsse belasten GAM seit mehreren Jahren. Das Unternehmen durchläuft seit 2018 eine tiefgreifende Restrukturierung, nachdem Fondsschließungen und Managementwechsel das Vertrauen der Investoren erschüttert hatten. Die Rückgewinnung von Kundengeldern bleibt die zentrale Herausforderung.
Rückkehr in die Gewinnzone verschiebt sich
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Zur AktienanalyseMit Blick auf 2026 räumte GAM ein, dass die Rückkehr in die Gewinnzone länger dauern wird als ursprünglich geplant. Der verzögerte Zeitplan dürfte Anleger enttäuschen, die auf eine schnellere Trendwende gehofft hatten. Das Management zeigte sich jedoch zuversichtlich, dass die strategischen Grundlagen eine solide Basis für nachhaltiges Wachstum bieten.
Für das laufende Jahr setzt GAM seine Prioritäten auf organisches Wachstum und nachhaltige Nettomittelzuflüsse. Gelingt es dem Unternehmen, die Abflüsse zu stoppen und neues Kapital anzuziehen, würde dies die Ertragsbasis stabilisieren. Die kommenden Quartale werden zeigen, ob die Strategie greift.


