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GameStop-Chef Cohen plant Mega-Übernahme für 100 Milliarden Dollar Bewertung

Ryan Cohen sucht börsennotiertes Konsumgüterunternehmen für transformierenden Deal – Bitcoin-Reserven könnten Finanzierung unterstützen

GameStop-Chef Cohen plant Mega-Übernahme für 100 Milliarden Dollar Bewertung

GameStop-CEO Ryan Cohen hat ehrgeizige Übernahmepläne angekündigt, die den Videospielhändler in ein Konsumgüter-Imperium verwandeln könnten. In einem Interview mit CNBC erklärte Cohen am Freitag, er suche ein börsennotiertes Unternehmen, das deutlich größer sei als GameStop selbst. Die geplante Akquisition könnte den Unternehmenswert auf über 100 Milliarden Dollar steigern – eine Verzehnfachung der aktuellen Marktkapitalisierung von 10,5 Milliarden Dollar.

Cohen hielt sich mit Details zum Übernahmeziel bedeckt, beschrieb aber das Idealprofil: Ein unterbewertetes, hochwertiges Konsumgüterunternehmen mit Wachstumspotenzial, das von einem "trägen Managementteam" geführt werde. Der Deal habe das Potenzial, GameStop "mehrere Hundert Milliarden Dollar wert zu machen", so der CEO. Allerdings zeigen sich Branchenexperten skeptisch – ein Investmentbanker aus dem Konsumgütersektor bezweifelt, dass es überhaupt Unternehmen gibt, die GameStops Wert derart dramatisch steigern könnten.

Die ambitionierten Pläne wurden erstmals im Januar durch ein außergewöhnliches Aktienanreizprogramm für Cohen bekannt. Die Auszahlung erfolgt nur, wenn GameStop eine Marktkapitalisierung von 100 Milliarden Dollar erreicht und kumulierte EBITDA-Gewinne von 10 Milliarden Dollar erzielt. Cohen betonte, dass im Erfolgsfall "alle Aktionäre" profitieren würden.

Erfolgreiche Sanierung als Grundlage

Seit seiner Ernennung zum CEO im September 2023 hat Cohen GameStop grundlegend umgebaut. Durch drastische Kostensenkungen und den Ausbau des Sammelgeschäfts verbesserte er die Profitabilität erheblich – trotz rückläufiger Gesamtumsätze. Die Bruttomarge stieg um 7 Prozentpunkte, der Nettogewinn kletterte von einem Verlust von 3,1 Millionen Dollar auf einen Gewinn von 77,1 Millionen Dollar im dritten Quartal des Geschäftsjahres 2025.

In den Geschäftsjahren 2024 und 2025 verzeichnete GameStop erstmals seit fünf Jahren wieder aufeinanderfolgende Jahresgewinne. Diese Erfolgsgeschichte hat prominente Investoren angelockt: Michael Burry, bekannt durch seine erfolgreiche Wette gegen den US-Immobilienmarkt vor der Finanzkrise, kaufte kürzlich GameStop-Aktien.

Bitcoin-Reserven als Finanzierungsquelle

GameStop verfügt über ein beachtliches Liquiditätspolster von mehr als 9 Milliarden Dollar in Form von Bargeld und marktgängigen Wertpapieren. Ein Teil dieser Mittel wurde bereits in Bitcoin investiert. Auf die Frage, ob die Kryptowährungsbestände für die geplante Übernahme liquidiert würden, blieb Cohen vage. Er bezeichnete seine neue Akquisitionsstrategie jedoch als "deutlich überzeugender als Bitcoin".

Die Ankündigung unterstreicht Cohens Ambition, GameStop von einem Videospielhändler zu einem diversifizierten Konsumgüterkonzern zu transformieren. Ob die geplante Mega-Übernahme tatsächlich realisiert werden kann und welches Unternehmen ins Visier genommen wird, bleibt vorerst offen. Anleger und Branchenbeobachter dürften die weiteren Entwicklungen mit Spannung verfolgen.

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