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Ganfeng und Lithium Argentina suchen dritten Investor für Milliardenprojekt

Das Lithiumprojekt Pozuelos-Pastos Grandes in Argentinien soll 150.000 Tonnen jährlich produzieren und über 3 Milliarden US-Dollar kosten.

Ganfeng und Lithium Argentina suchen dritten Investor für Milliardenprojekt

Der chinesische Bergbaukonzern Ganfeng Lithium und sein Schweizer Partner Lithium Argentina suchen einen dritten Investor für ihr gemeinsames Lithiumprojekt Pozuelos-Pastos Grandes im Norden Argentiniens. Dies bestätigte Ignacio Celorrio, Präsident von Lithium Argentina, gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters. Die Suche nach einem weiteren Partner unterstreicht den enormen Kapitalbedarf des Vorhabens.

Das Projekt befindet sich in der argentinischen Provinz Salta und ist auf eine jährliche Produktionskapazität von 150.000 Tonnen Lithium ausgelegt. Die Gesamtinvestitionen sollen über drei Phasen hinweg die Marke von 3 Milliarden US-Dollar überschreiten. Celorrio gab an, dass die Entscheidung über den dritten Investor in den kommenden Monaten fallen soll, nannte jedoch keine weiteren Details zu potenziellen Kandidaten.

Argentinisches Anreizsystem soll Investoren locken

Im März stellte Ganfeng einen Antrag auf Aufnahme des Projekts in das argentinische Anreizsystem für Großinvestitionen, bekannt unter dem Kürzel RIGI. Dieses staatliche Programm bietet Steuervorteile sowie langfristige Stabilität für Investitionen von mehr als 200 Millionen US-Dollar – ein wichtiger Faktor für internationale Bergbaukonzerne, die langfristige Planungssicherheit benötigen.

Ganfeng und Lithium Argentina sind in Argentinien bereits gemeinsam aktiv. Zusammen mit dem Unternehmen JEMSE betreiben sie das Lithiumprojekt Cauchari-Olaroz in der benachbarten Provinz Jujuy. Im Mai erhielt dieses Projekt die Genehmigung zur Teilnahme am RIGI für eine Erweiterungsinvestition im Wert von 1,2 Milliarden US-Dollar.

Argentinien im globalen Lithium-Dreieck

Argentinien gehört gemeinsam mit Chile und Bolivien zum sogenannten „Lithium-Dreieck" – einer Region, in der sich die weltweit größten Reserven des begehrten Leichtmetalls konzentrieren. Lithium ist ein zentraler Rohstoff für die Produktion von Batterien in Elektrofahrzeugen und spielt damit eine Schlüsselrolle in der globalen Energiewende.

Argentinien ist derzeit der viertgrößte Lithium-Exporteur der Welt, und im Land sind aktuell sechs Lithiumprojekte in Betrieb. Neben Lithium verfügt das Land auch über bedeutende Gold- und Silbervorkommen sowie Kupferprojekte in der Entwicklungsphase, von denen die meisten voraussichtlich um das Jahr 2030 die Produktion aufnehmen werden.

Die wirtschaftliche Bedeutung des Bergbausektors für Argentinien wächst spürbar. Die gesamten Bergbauexporte des Landes erreichten im Jahr 2025 einen Wert von 6 Milliarden US-Dollar. Laut einer Prognose der argentinischen Bergbaukammer soll dieser Wert im Jahr 2026 auf 9 Milliarden US-Dollar steigen – ein Anstieg von 50 Prozent innerhalb eines Jahres. Für internationale Investoren und Rohstoffmärkte bleibt Argentinien damit ein zunehmend attraktiver Standort.

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