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Gap-CEO verteidigt Athleta trotz anhaltender Umsatzschwäche

Richard Dickson nennt 2026 ein „Jahr des Wiederaufbaus" – der Turnaround der Activewear-Marke dauert länger als geplant.

Gap-CEO verteidigt Athleta trotz anhaltender Umsatzschwäche

Gap-Chef Richard Dickson hat die angeschlagene Activewear-Marke Athleta trotz enttäuschender Quartalszahlen verteidigt. In der CNBC-Sendung „Mad Money" erklärte er am Freitag, dass der Turnaround mehr Zeit in Anspruch nehme als ursprünglich geplant. „Athleta ist eine wichtige Marke im Portfolio", betonte Dickson. „Wir befinden uns im Jahr des Wiederaufbaus."

Die Zahlen für das erste Quartal 2026 verdeutlichen die Tiefe der Krise: Der Umsatz von Athleta sank um 12 Prozent auf 270 Millionen US-Dollar, während die vergleichbaren Umsätze um 11 Prozent zurückgingen. Das Management warnte zudem, dass die Trends im zweiten Quartal voraussichtlich ähnlich schwach ausfallen werden wie im ersten. Bereits im dritten und vierten Quartal des vergangenen Geschäftsjahres waren die vergleichbaren Umsätze um 11 beziehungsweise 10 Prozent eingebrochen – die Marke kämpft damit seit mehreren Quartalen mit strukturellen Problemen.

Athleta: Vom Pandemie-Gewinner zur Problemmarke

Während der Corona-Pandemie galt Athleta noch als einer der wichtigsten Wachstumsmotoren im Gap-Konzern, zu dem auch Old Navy und die gleichnamige Kernmarke gehören. Doch seitdem hat die fünftgrößte Activewear-Marke ihrer Kategorie deutlich an Schwung verloren. Gap hat inzwischen die Führungsebene umstrukturiert und im vergangenen August Maggie Gauger als neue Marken-CEO verpflichtet, die den Neuaufbau des Geschäfts vorantreiben soll.

Dickson zeigte sich trotz der schwierigen Lage zuversichtlich, was die Arbeit von Gauger angeht. „Sie hat das Sortiment erheblich gestrafft, was zu einem besseren durchschnittlichen Verkaufspreis und besseren Margen führt, selbst bei einem herausfordernden Umsatz", sagte er. Zudem habe das Unternehmen die kreative Umsetzung verbessert und mit der Einführung neuer Waren begonnen. „Wir haben neue Ware erhalten. Sie kommt sehr gut an", so Dickson. „Es ist noch in kleinem Rahmen, es sind frühe Anzeichen, aber wir glauben fest daran, dass diese Marke die Kraft hat, zu liefern."

Old Navy belastet die Gap-Aktie massiv

Die Probleme bei Athleta sind jedoch nicht die einzige Herausforderung für den Konzern. Am Freitag brach die Gap-Aktie um 17 Prozent ein – ausgelöst vor allem durch eine Enttäuschung bei Old Navy, der umsatzstärksten Marke des Unternehmens. Old Navy erzielte im Quartal lediglich ein vergleichbares Umsatzwachstum von 1 Prozent und verfehlte damit die Analystenerwartungen von 3 Prozent deutlich. Eine schwächere Nachfrage in saisonalen Kategorien wie Kleidern belastete das Ergebnis erheblich.

Als Konsequenz senkte Gap seine Umsatzprognose für das Gesamtjahr. Der Kurseinbruch von 17 Prozent an einem einzigen Handelstag zeigt, wie empfindlich der Markt auf Schwächen bei der wichtigsten Konzernmarke reagiert. Für Anleger ist Old Navy das entscheidende Barometer für die Gesamtverfassung des Unternehmens.

Für Athleta selbst erwartet das Management in der zweiten Jahreshälfte eine „leichte Verbesserung". Dickson gab sich kämpferisch: „Wir sind zuversichtlich, dass wir uns hier weiter vorarbeiten und das Wachstumsmuster für Athleta finden werden." Langfristig sieht er die Marke als fünftgrößte Activewear-Marke ihrer Kategorie als bedeutende Wachstumschance für den Konzern. „Es liegt an uns, das zu beweisen", sagte er.

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