Gaslieferung sichert Versorgung in Transnistrien
Russisches Darlehen und neue Abkommen beenden monatelange Energiekrise

Die abtrünnige Region Transnistrien in der Republik Moldau hat nach Angaben der dortigen Behörden mit der Lieferung von Gas begonnen, das durch ein russisches Darlehen finanziert wurde. Dies teilte die separatistische Führung am Freitag mit. Der Anführer der Region, Wadim Krasnoselski, erklärte auf dem Nachrichtenkanal Telegram, dass die Gaslieferungen dank der Unterstützung durch ein Darlehen aus Russland sowie der Zusammenarbeit mit dem russischen Energieministerium ermöglicht worden seien.
Der Gasfluss nach Transnistrien war zu Jahresbeginn unterbrochen worden. Seit dem 1. Januar stoppte die Lieferung von russischem Erdgas in das von pro-russischen Separatisten kontrollierte Gebiet, nachdem die Ukraine sich geweigert hatte, ein bestehendes Transitabkommen zu verlängern. Transnistrien liegt als schmaler Landstreifen entlang der Grenze zwischen Moldau und der Ukraine und wird seit Jahrzehnten von separatistischen Kräften verwaltet, die enge Beziehungen zu Moskau pflegen.
Durch die Unterbrechung der Gaslieferungen gerieten zehntausende Bewohner der Region in eine Energiekrise. Die Menschen waren von Versorgungsengpässen betroffen, da alternative Quellen für die Gasversorgung nicht zur Verfügung standen. Der nun erfolgte Bezug von Gas soll die angespannte Lage entschärfen.
Die moldauische Regierung äußerte sich zuvor zu der Situation. Ministerpräsident Dorin Recean erklärte Anfang Februar, dass Moldau die Gaslieferungen nicht blockieren werde. Er verwies auf eine Vereinbarung, die unter anderem das ungarische Unternehmen MET Gas and Energy Marketing AG einschließe. Die Regierung in Chișinău betonte, keine Hindernisse für die Durchleitung der Gaslieferungen nach Transnistrien aufzubauen.
Die jüngste Entwicklung zeigt, dass die transnistrische Führung die Energieversorgung der Region vorerst gesichert sieht. Krasnoselski machte in seiner Mitteilung deutlich, dass die Unterstützung durch Russland und die Kooperation mit den dortigen Behörden als entscheidend für die Wiederaufnahme der Gasversorgung angesehen wird. Die wirtschaftliche und politische Abhängigkeit der Region von Moskau bleibt damit weiterhin bestehen.
Lesen Sie alles zur aktuellen Aktie der Stunde
Erfahren Sie, worum es geht und warum sich ein genauer Blick jetzt lohnt.
Zur AktienanalyseDie Gaslieferungen erfolgen trotz der Spannungen in der Region, die seit dem russischen Angriff auf die Ukraine im Jahr 2022 weiter zugenommen haben. Transnistrien gilt als geopolitisch sensibler Bereich, da es sich zwischen der Republik Moldau und der Ukraine befindet und die dortige Führung Russland als Schutzmacht betrachtet.


