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GCAP-Kampfjet-Joint-Venture erhält Auftrag über 6,14 Milliarden Dollar

BAE Systems, Leonardo und Mitsubishi Heavy Industries entwickeln gemeinsam einen neuen Tarnkappen-Kampfjet für die Auslieferung bis 2035.

GCAP-Kampfjet-Joint-Venture erhält Auftrag über 6,14 Milliarden Dollar

Das trilaterale Rüstungs-Joint-Venture Edgewing hat einen Auftrag im Wert von 4,6 Milliarden Pfund (rund 6,14 Milliarden US-Dollar) erhalten. Hinter dem Konsortium stehen drei der bedeutendsten Rüstungskonzerne der Welt: die britische BAE Systems, die italienische Leonardo und die japanische Mitsubishi Heavy Industries. Der Vertrag markiert einen entscheidenden Meilenstein für das Global Combat Air Program (GCAP) – ein ambitioniertes Gemeinschaftsprojekt Großbritanniens, Italiens und Japans.

Ziel des GCAP ist die Entwicklung eines hochmodernen Tarnkappen-Kampfjets, der bis 2035 einsatzbereit sein soll. Das neue Flugzeug soll mit modernsten Technologien ausgestattet werden, die leistungsstark genug sind, um potenziellen Bedrohungen in den kommenden Jahrzehnten standzuhalten. Die drei beteiligten Nationen wollen damit ihre Sicherheits- und Verteidigungsfähigkeiten nachhaltig stärken.

Struktur und Aufgabenverteilung im Programm

Zur Steuerung des Programms haben Großbritannien, Italien und Japan eine eigene internationale Agentur eingerichtet. Das Joint Venture Edgewing – an dem BAE Systems, Leonardo und die Japan Aircraft Industrial Enhancement Co. (kontrolliert von Mitsubishi Heavy Industries) jeweils rund 33,3 Prozent halten – ist für Design und Entwicklung des Kampfjets verantwortlich. Die Eigentumsstruktur mit gleichen Anteilen unterstreicht den partnerschaftlichen Charakter des Projekts.

Der nun unterzeichnete Vertrag ist auf 18 Monate angelegt und wurde zwischen Edgewing und der internationalen GCAP-Agentur geschlossen. Er soll den Abschluss der fortgeschrittenen Konzept- und Bewertungsphase des Programms ermöglichen und den Weg für die detaillierte Planung sowie die eigentliche Entwicklung des Kampfjets ebnen. Die Finanzierung des Auftrags tragen die drei beteiligten Nationen gemeinsam.

Bedeutung für Sicherheit und Wirtschaft

GCAP-Agenturchef Masami Oka betonte die strategische Tragweite des Projekts: „Das Programm ist von entscheidender Bedeutung für die globale Sicherheit und die Abwehr künftiger Bedrohungen, während gleichzeitig Kosten und technologische Vorteile geteilt sowie hochqualifizierte Arbeitsplätze in allen drei Ländern geschaffen werden." Oka ergänzte: „Mit dieser langfristigen Finanzierung war die Zukunft von GCAP noch nie so sicher wie heute."

Das GCAP-Programm steht exemplarisch für einen wachsenden Trend in der globalen Rüstungsindustrie: Angesichts steigender Entwicklungskosten und zunehmend komplexer Technologieanforderungen setzen Nationen verstärkt auf multinationale Kooperationen. Durch die Bündelung von Ressourcen, Know-how und Finanzmitteln lassen sich Projekte realisieren, die einzelne Länder allein kaum stemmen könnten.

Für die beteiligten Unternehmen BAE Systems, Leonardo und Mitsubishi Heavy Industries bedeutet der Auftrag nicht nur eine gesicherte Auftragslage für die kommenden Jahre, sondern auch den Zugang zu gemeinsam entwickelten Schlüsseltechnologien. Hochqualifizierte Arbeitsplätze in der Luft- und Raumfahrtindustrie sollen in allen drei Partnerländern entstehen – ein wirtschaftspolitisch bedeutsamer Aspekt, der das Programm auch innenpolitisch absichert.

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