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GDL ruft zur Urabstimmung auf: Eskalation im Tarifstreit

Längere Streiks drohen nach Warnstreikende - Konflikt zwischen GDL und Bahnunternehmen spitzt sich zu

GDL ruft zur Urabstimmung auf: Eskalation im Tarifstreit

Die Lokführergewerkschaft GDL hat einen Tag nach dem Ende des jüngsten Warnstreiks ihre Mitglieder zur Urabstimmung über längere und häufigere Streiks aufgerufen. Dieser Schritt markiert eine Eskalation im anhaltenden Tarifstreit zwischen der GDL und der Deutschen Bahn sowie anderen Verkehrsunternehmen. Die GDL fordert eine Viertagewoche mit 35 Stunden bei vollem Lohnausgleich für Schichtarbeitende, dazu mindestens 555 Euro mehr Gehalt, eine Inflationsprämie von 3.000 Euro und höhere Zulagen für Schichtarbeit.

Die Gewerkschaft hat ihre Mitglieder bei der Deutschen Bahn, Transdev, City-Bahn Chemnitz und acht Personaldienstleistern zur Teilnahme an der Urabstimmung aufgerufen. Die GDL betonte, dass sie weiterhin verhandlungsbereit sei, während die Deutsche Bahn und andere Unternehmen die Gespräche erneut verweigert hätten. Claus Weselsky, der Vorsitzende der GDL, äußerte sich zuversichtlich und erwartet, dass die Mitglieder der Hinhaltetaktik der Arbeitgeber eine klare Absage erteilen werden.

Die GDL benötigt mindestens 75 Prozent Zustimmung ihrer Mitglieder für längere und häufigere Streiks. Der Zeitpunkt und das Ergebnis der Urabstimmung werden in gesonderten Pressemitteilungen bekannt gegeben. Bis dahin sind weitere Warnstreiks nicht ausgeschlossen.

Der jüngste Warnstreik, der von Mittwoch- bis Donnerstagabend dauerte, führte zu erheblichen Beeinträchtigungen im Bahnverkehr. Im Fernverkehr waren nur etwa 20 Prozent der Züge unterwegs. Ursprünglich sollten am Donnerstag Tarifverhandlungen in Berlin stattfinden, jedoch wurden diese aufgrund des Warnstreiks von Seiten der Bahn abgesagt.

Derzeit gibt es keinen gemeinsamen Nenner zwischen der GDL und den Verkehrsunternehmen in Bezug auf die Tarifverträge. Die Forderungen der GDL nach Arbeitszeitverkürzung und höheren Gehältern stehen im Kontrast zu den Angeboten der Bahn, die elf Prozent mehr Lohn und eine Inflationsprämie von bis zu 2.850 Euro bei einer Laufzeit von 32 Monaten vorgeschlagen hat. Die GDL fordert eine grundlegende Überarbeitung der Arbeitsbedingungen für Schichtarbeitende und bleibt weiterhin entschlossen, für die Interessen ihrer Mitglieder einzutreten.

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