Geldmarktfonds erreichen Rekord von 8,27 Billionen Dollar
Anleger flüchten angesichts des Iran-Krieges massiv in sichere Geldmarktfonds und treiben das Gesamtvermögen auf ein neues Allzeithoch.

US-amerikanische Geldmarktfonds haben ein neues Rekordniveau erreicht: Das verwaltete Gesamtvermögen kletterte auf 8,271 Billionen US-Dollar. Auslöser der massiven Kapitalzuflüsse sind die eskalierenden Spannungen rund um den Iran-Krieg, die Investoren in sichere Anlageklassen treiben. Die Daten stammen vom Analyseunternehmen Crane Data LLC.
In der Woche bis zum 3. März flossen insgesamt 49 Milliarden Dollar in diese Fonds. Allein am Dienstag verzeichneten die Geldmarktfonds Zuflüsse von 18,5 Milliarden Dollar – an dem Tag, an dem die Märkte auf Berichte über US-israelische Angriffe auf den Iran reagierten. Die Reaktion der Anleger verdeutlicht, wie stark geopolitische Risiken das Anlageverhalten beeinflussen.
Flucht in sichere Häfen beschleunigt sich
Geldmarktfonds gelten als besonders konservative Anlageform, da sie überwiegend in kurzfristige Staatsanleihen und andere hochliquide Instrumente investieren. In Krisenzeiten fungieren sie als klassischer sicherer Hafen, ähnlich wie Gold oder Staatsanleihen. Für deutsche Privatanleger sind vergleichbare Produkte unter dem Begriff Geldmarkt-ETFs oder Tagesgeldähnliche Fonds bekannt.
Die kumulierten Zuflüsse seit Jahresbeginn übersteigen bereits die Marke von 162 Milliarden Dollar. Das unterstreicht den anhaltenden Trend zur Risikoaversion an den globalen Finanzmärkten. Angesichts hoher Zinsen bieten Geldmarktfonds derzeit attraktive Renditen, was ihre Beliebtheit zusätzlich steigert.
Lesen Sie alles zur aktuellen Aktie der Stunde
Erfahren Sie, worum es geht und warum sich ein genauer Blick jetzt lohnt.
Zur AktienanalyseFür Anleger weltweit gilt: Solange geopolitische Unsicherheiten anhalten, dürften die Zuflüsse in diese defensiven Instrumente hoch bleiben. Der neue Rekordstand von über acht Billionen Dollar zeigt, wie viel Kapital aktuell an der Seitenlinie wartet.


