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Gesundheitssektor: ResMed und Eli Lilly im Analystencheck

RBC bewertet ResMed-Quartalszahlen positiv, während Eli Lilly mit Abnehmpille Foundayo und Medicare-Ausweitung punktet.

Gesundheitssektor: ResMed und Eli Lilly im Analystencheck

Der Gesundheitssektor steht im Fokus der Märkte: Analysten von RBC Capital Markets haben die jüngsten Quartalsergebnisse von ResMed unter die Lupe genommen, während Eli-Lilly-Chef David Ricks mit optimistischen Aussagen zur neuen Abnehmpille Foundayo und zur Kostenübernahme durch Medicare für Aufsehen sorgt. Die aktuellen Market Talks geben einen umfassenden Überblick über die wichtigsten Entwicklungen im Gesundheitssektor.

RBC-Analyst Craig Wong-Pan bewertet das Ergebnis von ResMed für das dritte Quartal positiv. Der Anbieter von Atemtechnologie habe bei der Mehrheit der Kennzahlen die eigenen Prognosen sowie die Konsensschätzungen leicht übertroffen. Besonders erfreulich sei die weitere Verbesserung der Bruttomarge, die die Konsensprognosen um 30 Basispunkte übertraf.

ResMed: Schwaches Gerätewachstum und CFO-Abgang trüben das Bild

Weniger positiv fällt die Bewertung beim Umsatzwachstum bei Geräten in Amerika aus. Mit einem Wachstum von 5,9% blieb ResMed deutlich hinter der durchschnittlichen Analystenprognose von 9,1% zurück. Zusätzlich könnte die Ankündigung, dass Finanzvorstand Brett Sandercock in den Ruhestand geht, die Stimmung belasten, wie Wong-Pan in seiner Mitteilung an Kunden betont.

RBC hält für die in den USA notierte ResMed-Aktie ein „Outperform"-Rating aufrecht und setzt das Kursziel bei 314,00 US-Dollar. Zuletzt schloss das Papier bei 213,81 US-Dollar. Die in Australien notierte Aktie von ResMed verlor zuletzt 2,6% auf 29,00 australische Dollar – ein Zeichen, dass der Markt die gemischten Signale aus dem Quartalsbericht kritisch bewertet.

Eli Lilly: Foundayo mit starkem Start und breiter Nachfrage

Auf der anderen Seite des Gesundheitssektors sorgt Eli Lilly mit seiner neuen Abnehmpille Foundayo für positive Schlagzeilen. CEO David Ricks erklärte gegenüber CNBC, dass das Medikament einen starken Start hingelegt habe. „Die Resonanz und das Interesse sind sehr gut", so Ricks. Bemerkenswert sei dabei, dass das Unternehmen noch keine größeren Anstrengungen unternommen habe, um das Bewusstsein der Verbraucher zu schärfen.

Ricks betonte, dass derzeit im Wesentlichen organische Nachfrage bestehe, die für das Unternehmen „ziemlich stark" sei. Besonders auffällig: Mehr als 80% der Personen, die Foundayo einnehmen, sind völlig neu in der Kategorie der GLP-1-Präparate. „Das ist sehr expansiv", kommentierte der CEO. Aus Sicht der Kosten und Skalierbarkeit sei der Einsatz organischer Chemie bei der Herstellung deutlich effizienter als die Produktion von Autoinjektoren mit Peptiden.

Medicare-Ausweitung bei GLP-1-Präparaten als Wachstumstreiber

Ein weiterer wichtiger Aspekt für Eli Lilly ist die geplante Ausweitung der Medicare-Kostenübernahme für GLP-1-Präparate zur Gewichtsreduktion. Medicare wird im Juli mit der Kostenübernahme für diese Medikamente beginnen und dies auch im Jahr 2027 fortsetzen. Für den US-amerikanischen Gesundheitsmarkt ist dies ein bedeutender Schritt, da GLP-1-Präparate bislang für viele Patienten finanziell schwer zugänglich waren.

Ricks erwartet, dass innerhalb von 18 Monaten erste gesundheitliche Verbesserungen auf Bevölkerungsebene sichtbar werden, sobald diese Mittel in großem Umfang eingesetzt werden. „Das wird dann die Grundlage für die Diskussion im Jahr 2028 bilden", sagte er. Der CEO geht davon aus, dass die Regierung auf eine Verlängerung der Kostenübernahme bis 2028 drängen wird, um die Behandlung von Adipositas als präventive Standardtherapie zu normalisieren – insbesondere zur Behandlung von Begleiterkrankungen und Fettleibigkeit in der älteren Bevölkerung.

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