ANZEIGEDie kleine Aktie ist aktuell gnadenlos unterbewertet. So profitieren deutsche Anleger…

Gewerkschaft blockiert Pläne von Thyssen-Krupp Steel

IG Metall fordert langfristige Finanzierung und lehnt Stellenabbau entschieden ab

Gewerkschaft blockiert Pläne von Thyssen-Krupp Steel

Die IG Metall hat ihre Ablehnung gegenüber dem geplanten Stellenabbau bei Thyssen-Krupp Steel unmissverständlich zum Ausdruck gebracht. Der Essener Industriekonzern plant, bis 2030 rund 11.000 der derzeit etwa 27.000 Arbeitsplätze abzubauen. Dabei sollen 5000 Stellen direkt gestrichen werden, während 6000 weitere durch Ausgliederungen oder den Verkauf von Unternehmensteilen wegfallen. Diese Maßnahmen sollen die Personalkosten des Unternehmens um durchschnittlich zehn Prozent senken. Die Gewerkschaft sieht hierin jedoch eine „Riesenprovokation“ und lehnt Verhandlungen kategorisch ab.

Knut Giesler, Bezirksleiter der IG Metall NRW und stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender von Thyssen-Krupp Steel, erklärte in einem am Dienstag veröffentlichten Flugblatt, dass betriebsbedingte Kündigungen und Standortschließungen für die Gewerkschaft nicht akzeptabel seien. Diese roten Linien habe man dem Konzern mehrfach verdeutlicht, doch das geplante Konzept überschreite sie dennoch. Giesler unterstrich, dass die Gewerkschaft unter diesen Bedingungen keinerlei Gesprächsbereitschaft zeige.

Die Pläne von Thyssen-Krupp Steel sehen außerdem vor, die Produktionskapazitäten um mindestens 20 Prozent zu reduzieren. Dies hat zur Folge, dass der Standort Kreuztal-Eichen vollständig geschlossen werden soll. Die IG Metall kritisierte nicht nur die Stellenabbaupläne, sondern bemängelte auch das Fehlen einer langfristigen Finanzierungsstrategie. Zwar sei die Finanzierung für die kommenden zwei Jahre gesichert, doch gebe es keine Zusicherung für die Zeit danach. Diese sei jedoch eine zentrale Forderung der Gewerkschaft.

Giesler betonte, dass ein Zukunftskonzept nicht lediglich aus Kürzungen und Schließungen bestehen dürfe. Stattdessen seien nachhaltige Ideen notwendig, um die Zukunft der Stahltochter zu sichern. Solange der Konzern keine langfristigen Lösungen anbiete und betriebsbedingte Kündigungen nicht ausgeschlossen seien, werde die Gewerkschaft die Verhandlungen verweigern.

Bereits seit Monaten demonstrieren die Beschäftigten gemeinsam mit der IG Metall gegen die Pläne des Unternehmens. Die Gewerkschaft sieht in dem Vorgehen von Thyssen-Krupp Steel ein falsches Signal und fordert eine klare Strategie, die sowohl die Interessen der Arbeitnehmer als auch die wirtschaftliche Stabilität berücksichtigt.

ThyssenkruppStellenabbauIG MetallGewerkschaften

Disclaimer