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Gewinneinbruch bei BP

Gewinnrückgang trotz gestiegener Preise

Gewinneinbruch bei BP

In der jüngsten Finanzberichterstattung verzeichnete der britische Energiegigant BP einen signifikanten Rückgang seines Gewinns im dritten Quartal des Jahres. Trotz eines Anstiegs gegenüber dem Vorquartal, von 2,6 auf 3,3 Milliarden Dollar, blieb das Ergebnis hinter den Erwartungen der Analysten zurück, die einen Profit von etwa vier Milliarden Dollar prognostiziert hatten. Diese Entwicklung führte zu einem spürbaren Kursrückgang der BP-Aktien um mehr als vier Prozent an der Londoner Börse.

Die Ergebnisse von BP spiegeln einen branchenweiten Trend wider, da auch andere Öl- und Gasunternehmen wie Chevron und Exxon die Erwartungen der Anleger nicht erfüllen konnten. Im Gegensatz dazu übertrafen die europäischen Wettbewerber Total, Eni und Equinor die Prognosen. Im Vergleich zum Vorjahr, als die Branche aufgrund der hohen Öl- und Gaspreise nach dem russischen Angriff auf die Ukraine Rekordgewinne verzeichnete, mussten alle großen Produzenten einen Rückgang hinnehmen. Bei BP sank der Reingewinn im Jahresvergleich um fast fünf Milliarden Dollar.

Trotz der enttäuschenden Zahlen plant BP, bis zum Jahresende eigene Aktien im Wert von 1,5 Milliarden Dollar zurückzukaufen. Analysten hatten aufgrund des starken makroökonomischen Hintergrunds mit einer leichten Erhöhung des Rückkaufs gerechnet. Die Preise für Öl und Gas hatten sich nach dem Höhenflug im letzten Jahr wieder normalisiert, was zu einem geringeren Druck auf die Preise führte. BP berichtete von einem starken Ölgeschäft, während die Gassparte schwächere Ergebnisse erzielte.

Interims-CEO Murray Auchincloss, der die Führung des Unternehmens nach dem überraschenden Rücktritt von Bernard Looney übernommen hatte, betonte die solide operative Leistung des Unternehmens im letzten Quartal. Auchincloss bekräftigte seine Absicht, die von seinem Vorgänger eingeleitete grüne Transformation des Unternehmens fortzusetzen, obwohl die Ziele zur Reduzierung der Öl- und Gasförderung von 40 auf 25 Prozent bis 2030 herabgesetzt wurden.

BP rechnet für das vierte Quartal mit deutlich niedrigeren Gewinnmargen im Raffineriegeschäft und plant, die Investitionen am unteren Ende der Prognosen zu halten. Auchincloss wies Übernahmespekulationen zurück und betonte die gute Verfassung von BP sowie eine ähnliche Bewertung an den Börsen wie die der Konkurrenten Shell und Total.

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