Globale Aktienfonds: Achter Wochenzufluss in Folge dank KI-Rally
KI-Euphorie und starke Chipmaker-Gewinne treiben Anleger in Technologieaktien – Rekordzuflüsse im Tech-Sektor.

Globale Aktienfonds verzeichneten in der Woche bis zum 13. Mai 2026 zum achten Mal in Folge Nettomittelzuflüsse. Laut Daten des Finanzdienstleisters LSEG Lipper kauften Anleger netto 39,15 Milliarden US-Dollar an globalen Aktienfonds. Dies ist der größte wöchentliche Nettokauf seit den Zuflüssen von 48,55 Milliarden Dollar in der Woche zum 22. April.
Treiber der Rally ist die anhaltende Begeisterung für Künstliche Intelligenz. Optimismus über starke Gewinne der Chiphersteller beflügelte vor allem Technologieaktien, während Inflationssorgen zunehmend in den Hintergrund rückten. Der MSCI World Index erreichte am Donnerstag ein Rekordhoch von 1.117,52 Punkten. Zuvor hatten Advanced Micro Devices und Microchip Technology eine starke Nachfrage nach Rechenzentrumschips für die kommenden Quartale prognostiziert.
Die Fundamentaldaten stützen die positive Stimmung: LSEG-Daten zu 900 Titeln des MSCI World zeigen, dass rund 72 Prozent der Unternehmen die durchschnittlichen Gewinnschätzungen der Analysten für das erste Quartal übertrafen. Das ist ein deutliches Signal für die Robustheit der globalen Unternehmensgewinne.
Technologiesektor mit Rekordzuflüssen
Der Technologiesektor zog mit 10,65 Milliarden US-Dollar Rekordzuflüsse an – ein klares Zeichen, wie stark die KI-Euphorie das Anlegerverhalten prägt. Auch der Metall- und Bergbausektor sowie Industriewerte profitierten mit Nettokäufen von 1,03 Milliarden beziehungsweise 886 Millionen Dollar.
US-Aktienfonds verzeichneten wöchentliche Zuflüsse von 22,37 Milliarden Dollar – eine deutliche Kehrtwende gegenüber den Nettoabflüssen von 2,89 Milliarden Dollar in der Vorwoche. Asiatische Fonds zogen 7,62 Milliarden Dollar an, europäische Fonds verbuchten Zuflüsse von 6,29 Milliarden Dollar. Damit zeigt sich die positive Stimmung als globales Phänomen und nicht auf einzelne Regionen beschränkt.
Schwellenländer-Aktienfonds blieben hingegen die dritte Woche in Folge unbeliebt und verzeichneten Nettoabflüsse von 3,18 Milliarden Dollar. Rentenfonds aus den Emerging Markets konnten dagegen den sechsten wöchentlichen Zufluss in Folge in Höhe von 2,19 Milliarden Dollar verbuchen.
Rentenfonds und Edelmetalle gefragt
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Zur AktienanalyseAuch globale Rentenfonds standen bei Anlegern hoch im Kurs: Sie zogen 25,76 Milliarden Dollar an – der höchste Wochenwert seit Anfang Oktober 2025. Kurzläuferfonds führten die Käufe mit Nettomittelzuflüssen von 2,93 Milliarden Dollar an, gefolgt von auf Euro lautenden Rentenfonds mit 2,83 Milliarden Dollar und Unternehmensanleihenfonds mit 2,47 Milliarden Dollar.
Gold- und andere Edelmetallfonds erlebten nach zwei Wochen mit Nettoverkäufen eine Wiederbelebung der Nachfrage. Anleger investierten 1,77 Milliarden Dollar in diese Fonds. Geldmarktfonds hingegen verzeichneten Nettoabflüsse von 9,2 Milliarden Dollar – nach massiven Nettokäufen von 149,98 Milliarden Dollar in der Vorwoche ein deutlicher Rückgang.
Die Daten basieren auf einer Auswertung von 28.893 Fonds durch LSEG Lipper und geben einen umfassenden Überblick über das globale Anlegerverhalten. Die anhaltende Stärke der Zuflüsse über acht Wochen hinweg unterstreicht, wie nachhaltig das Vertrauen der Investoren in die KI-getriebene Wachstumsstory derzeit ist.


