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Globale Inflation bleibt auf hohem Niveau

Westeuropa mit stabileren Aussichten, hohe Teuerung in Afrika und Nordamerika

Globale Inflation bleibt auf hohem Niveau

Die weltweiten Inflationserwartungen zeigen einen anhaltenden Anstieg, wie eine Umfrage des Münchner Ifo-Instituts und des Instituts für Schweizer Wirtschaftspolitik ergab. Rund 1400 Expertinnen und Experten aus 125 Ländern wurden hierzu befragt. Die globale Teuerungsrate wird für das Jahr 2025 auf 3,9 Prozent geschätzt und könnte in den beiden darauffolgenden Jahren leicht auf 3,5 Prozent sinken.

In Westeuropa zeichnet sich im Vergleich dazu ein moderateres Inflationsniveau ab. In Deutschland wird für das laufende Jahr eine Inflationsrate von 2,4 Prozent prognostiziert, während in Österreich 2,5 Prozent und in der Schweiz lediglich 1,2 Prozent erwartet werden. Damit liegt die Inflation in den deutschsprachigen Ländern deutlich unter dem globalen Durchschnitt. Im Gegensatz dazu steigen die Erwartungen für Nordamerika: Die Inflation könnte dort bis 2028 von aktuell 2,6 Prozent auf 2,9 Prozent anwachsen.

Die Umfrage lässt zudem auf besonders drastische Inflationsentwicklungen in Südamerika und Afrika schließen. Nordafrikanische Länder sehen sich in diesem Jahr mit einer erwarteten Teuerungsrate von 37,2 Prozent konfrontiert, während in Ostafrika 27,6 Prozent prognostiziert werden. Diese Regionen zählen damit zu den am stärksten von Inflation betroffenen Gebieten weltweit.

Während die Ursachen für die steigenden Inflationserwartungen in der Pressemitteilung der beiden beteiligten Institute nicht näher erläutert wurden, sehen Ökonomen mögliche Zusammenhänge mit wirtschaftspolitischen Entscheidungen. Insbesondere in den Vereinigten Staaten könnte die Inflation durch höhere Importzölle, die von der neuen Regierung unter Donald Trump angedroht wurden, weiter angetrieben werden.

Die regionalen Unterschiede in den Inflationserwartungen verdeutlichen die Herausforderungen, mit denen verschiedene Wirtschaftsräume konfrontiert sind. Während Westeuropa von vergleichsweise stabilen Inflationsraten profitieren könnte, stellen die prognostizierten Zahlen in Nordamerika und den Schwellenländern potenziell erhebliche wirtschaftliche Belastungen dar.

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