Globale Märkte erholen sich: Nahost-Entspannung nährt Hoffnung
Asiatische, europäische und US-amerikanische Börsen legen deutlich zu, während geopolitische Signale Anleger beruhigen.

Die globalen Aktienmärkte haben am Donnerstag kräftig durchgeatmet. Der südkoreanische KOSPI legte um fast 10% zu und machte damit einen erheblichen Teil seiner jüngsten Verluste wett. Auch der japanische Nikkei stieg um knapp 2% – ein deutliches Zeichen für eine breite Erholung.
Bereits am Mittwoch hatten US-amerikanische und europäische Märkte zugelegt. Der technologielastige Nasdaq kletterte um 1,29%, der breiter gefasste S&P 500 gewann 0,78%. Positive Makrodaten stützten die Rallye zusätzlich.
Geopolitische Signale und starke US-Daten als Kurstreiber
Ein Bericht der New York Times sorgte für Zuversicht unter den Händlern: Demnach soll der iranische Geheimdienst nach den Angriffen vom Samstag indirekt Kontakt zur CIA aufgenommen haben, um eine Deeskalation anzubahnen. Zusätzlich plant Washington, die umkämpfte Straße von Hormus durch Marine-Eskorten und Versicherungsleistungen offen zu halten.
Auch die US-Konjunkturdaten überzeugten. Die Beschäftigung im privaten Sektor übertraf im Februar die Erwartungen. Der ISM-Einkaufsmanagerindex für den Dienstleistungssektor erreichte ein Mehrjahreshoch – den höchsten Stand seit über drei Jahren. Anleger blicken nun gespannt auf die offiziellen Beschäftigtenzahlen am Freitag.
Unsicherheit bleibt – Straße von Hormus weiter blockiert
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Zur AktienanalyseTrotz der Erholungsbewegung bleibt die Lage angespannt. Der Nahostkonflikt befindet sich in seinem sechsten Tag, und eine schnelle Lösung für die blockierte Meerenge von Hormus ist nicht in Sicht. Analysten warnen, dass der Iran die Schifffahrt durch die strategisch wichtige Wasserstraße mit Drohnen über Monate hinweg stören könnte.
Es ist zudem keineswegs sicher, dass Tanker die Durchfahrt trotz US-Marineunterstützung und Versicherungsschutz riskieren würden. Für deutsche Anleger ist die Straße von Hormus besonders relevant, da durch sie ein Großteil der weltweiten Öllieferungen transportiert wird – mit direkten Auswirkungen auf die Energiepreise in Europa.


