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Globale Märkte im Feiertagsmodus: UK-Politik belastet Pfund, Fed-Protokoll im Fokus

Dünner Handel wegen Feiertagen in USA und Asien. Britisches Pfund unter Druck durch Regierungskrise.

Globale Märkte im Feiertagsmodus: UK-Politik belastet Pfund, Fed-Protokoll im Fokus

Die globalen Finanzmärkte starteten verhalten in die neue Woche. Mehrere wichtige Volkswirtschaften, darunter die USA (Presidents Day), Festlandchina und Südkorea (Mondneujahr), feierten Feiertage. Das führte zu deutlich reduzierten Handelsvolumina an den internationalen Börsen.

Trotz der ruhigen Handelsatmosphäre zeigten US-Aktienfutures moderate Gewinne. Der Dow Jones Industrial Average und der S&P 500 legten in Futures um etwa 0,4 Prozent zu, während Nasdaq-Futures rund 0,35 Prozent gewannen. Bemerkenswert: Der Nasdaq befindet sich auf seiner längsten Verlustserie seit Mai 2022 und hatte zuletzt fünf aufeinanderfolgende Verlustwochen verzeichnet.

Europäische Blue-Chip-Indizes starteten mehrheitlich positiv in die Woche. Verteidigungswerte und Finanzaktien stützten Indizes wie FTSE 100, CAC 40 und DAX. NatWest Group kletterte in London um 3,8 Prozent, während LVMH in Paris 1,9 Prozent zulegte. In Asien zeigte sich ein gemischtes Bild: Japans Nikkei 225 fiel um 0,2 Prozent, nachdem moderate BIP-Daten für das vierte Quartal Sorgen vor möglichen Zinserhöhungen schürten.

Dollar trotz Inflationsdaten stabil

Der US-Dollar-Index legte im dünnen Feiertagshandel marginal zu. Dies geschah trotz schwacher Inflationsdaten vom Januar, die Spielraum für Zinssenkungen der Federal Reserve im Jahresverlauf signalisieren. Analysten der ING verwiesen auf "bleibende Schäden" am Dollar-Vertrauen nach einem Ausverkauf Mitte Januar.

Die Märkte preisen derzeit 62 Basispunkte an Lockerungsmaßnahmen für den Rest des Jahres ein, voraussichtlich ab Juni. Starke US-Arbeitsmarktdaten der Vorwoche deuten jedoch darauf hin, dass für die Fed keine unmittelbare Dringlichkeit für Zinssenkungen besteht. Als wahrscheinlicher Kandidat für den nächsten Fed-Vorsitz im Mai gilt Kevin Warsh.

In der Eurozone wuchs die Wirtschaft im vierten Quartal 2025 um 0,3 Prozent (annualisiert 1,4 Prozent). Diese Woche stehen wichtige Datenveröffentlichungen an, darunter ZEW-Umfragen und Einkaufsmanagerindizes. Der Euro/USD-Kurs handelte leicht schwächer.

Britisches Pfund unter politischem Druck

Das britische Pfund Sterling kämpft mit anhaltender politischer Unsicherheit. Wetmärkte beziffern die Wahrscheinlichkeit, dass Premierminister Keir Starmer bis Ende Juni zurücktritt, auf etwa 70 Prozent. Dieser politische Gegenwind belastet die Währung erheblich.

Wirtschaftlich verzeichnete Großbritannien im vierten Quartal 2025 kaum Wachstum. Die Wachstumsprognosen für laufendes und kommendes Jahr bleiben jedoch weitgehend unverändert. Der Fokus richtet sich stark auf die Bank of England (BoE): Eine aktuelle Reuters-Umfrage unter Ökonomen ergab, dass die Mehrheit am 19. März eine Zinssenkung um 25 Basispunkte auf 3,50 Prozent erwartet.

Bei der letzten Sitzung hatte sich der geldpolitische Ausschuss (MPC) mit knapper 5-4-Mehrheit für eine Beibehaltung des Zinsniveaus entschieden. Die für Mitte der Woche erwarteten Januar-Inflationsdaten dürften einen deutlichen Rückgang auf 3,0 Prozent von zuvor 3,4 Prozent zeigen. Dennoch bleibt Vorsicht geboten: Die Inflation soll bis 2027 über dem BoE-Ziel von 2 Prozent verharren.

Japanischer Yen schwächelt nach enttäuschenden BIP-Zahlen

Der japanische Yen verlor deutlich an Wert, nachdem das BIP-Wachstum im vierten Quartal mit 0,2 Prozent (annualisiert) weit unter der Prognose von 1,6 Prozent blieb. Dies könnte Premierministerin Sanae Takaichi unter Druck setzen, zusätzliche Fiskalausgaben freizugeben – wofür sie einen klaren legislativen Weg hat.

Wichtige Wirtschaftsdaten stehen bevor

Investoren warten gespannt auf zentrale Veröffentlichungen im Wochenverlauf. Am Mittwoch erscheint das Protokoll der letzten Fed-Sitzung. Am Freitag folgen vorläufige US-BIP-Daten für das vierte Quartal sowie PCE-Inflationszahlen – der bevorzugte Inflationsindikator der Federal Reserve.

An den Rohstoffmärkten bewegten sich die Ölpreise seitwärts, während anhaltende geopolitische Risiken die Märkte beschäftigen. Goldpreise kletterten nach den schwachen US-Inflationsdaten auf über 5.000 Dollar je Unze.

Olympische Prämien: Extreme Unterschiede weltweit

Eine separate Analyse zu den Winterolympiade 2026 offenbarte drastische internationale Unterschiede bei Athletenprämien. Das Internationale Olympische Komitee (IOC) zahlt selbst keine Preisgelder, viele nationale Verbände bieten jedoch erhebliche Boni.

Singapur führt mit etwa 792.000 Dollar für eine individuelle Goldmedaille – trotz minimaler Winterspiel-Historie. Hongkong, das noch nie eine Winterolympiade-Medaille gewann, bietet 768.000 Dollar für Gold. Polen kombiniert 211.000 Dollar mit einem Toyota Corolla, einer Wohnung und Schmuck.

Die USA zahlen 37.500 Dollar für Gold. Wintersport-Großmacht Norwegen verzichtet auf direkte Barprämien und setzt stattdessen auf kontinuierliche finanzielle Unterstützung, Training und medizinische Versorgung. Großbritannien zahlt ebenfalls keine Medaillenprämien – Team GB-Athleten werden über UK Sport gefördert. Chinas Struktur ist nicht standardisiert und wird provinziell oder durch Sponsoren bestimmt.

FinanzenMarktbericht

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