Görtz erneut insolvent – Schuhhändler in der Krise
Zweite Insolvenz in kurzer Zeit, Filialschließungen und ungewisse Zukunft

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Der Schuhhändler Görtz ist erneut insolvent. Das Amtsgericht Hamburg hat ein Insolvenzverfahren für die Görtz Retail GmbH angeordnet. Dies geht aus den Informationen des staatlichen Portals für Insolvenzbekanntmachungen hervor. Zum vorläufigen Insolvenzverwalter wurde der Hamburger Rechtsanwalt Gideon Böhm von der Kanzlei Münzel & Böhm bestellt.
Es handelt sich um die zweite Insolvenz des Unternehmens innerhalb weniger Jahre. Bereits im Juli 2023 wurde ein erstes Insolvenzverfahren beendet, nachdem der Investor Bolko Kissling in das Traditionsunternehmen eingestiegen war. Das Unternehmen, das 1875 gegründet wurde, hatte zuvor umfassende Sanierungsmaßnahmen durchlaufen. Kissling hatte nach der Übernahme angekündigt, eine erfolgreiche Zukunft für Görtz zu gestalten. Im Zuge der Restrukturierung konnten 650 Arbeitsplätze erhalten bleiben.
Noch im September 2022, zu Beginn des ersten Insolvenzverfahrens, beschäftigte die Unternehmensgruppe rund 1.800 Mitarbeitende. Das Filialnetz umfasste damals etwa 160 Standorte in Deutschland und Österreich. Infolge finanzieller Schwierigkeiten musste Görtz zahlreiche Filialen schließen. Hauptgrund waren laut Berichten Mietschulden. Derzeit existieren noch etwa 30 Filialen in beiden Ländern.
Die wirtschaftlichen Probleme des Unternehmens sind nicht neu. Schon 2022 meldete Görtz Insolvenz an, nachdem die Verkaufszahlen stark eingebrochen waren. Die damalige Krise hatte bereits zu erheblichen Einschnitten geführt. Trotz der Sanierungsbemühungen und der Beteiligung des Investors Kissling konnte das Unternehmen offenbar nicht dauerhaft stabilisiert werden.
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Zur AktienanalyseMit der erneuten Insolvenz steht Görtz erneut vor einer ungewissen Zukunft. Es bleibt abzuwarten, ob ein neuer Investor gefunden wird oder ob weitere Filialen geschlossen werden müssen. Auch für die verbliebenen Mitarbeitenden bedeutet die erneute Insolvenz eine Phase der Unsicherheit.

