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Gold auf Rekordhoch: Kurs steigt auf fast 4.900 Dollar

Der Goldpreis erreicht neue historische Höchststände und nähert sich der Marke von 4.900 Dollar pro Unze. Auslöser sind geopolitische Spannungen um Grönland und ein schwacher US-Dollar.

Gold auf Rekordhoch: Kurs steigt auf fast 4.900 Dollar

Der Goldpreis hat am Mittwoch ein neues Allzeithoch erreicht und kratzt nun an der psychologisch wichtigen Marke von 4.900 Dollar pro Unze. Kassagold stieg um 2,3 Prozent auf 4.872,13 Dollar, nachdem im Tagesverlauf bereits ein Rekordstand von 4.878,30 Dollar markiert wurde. US-Gold-Futures kletterten sogar um 2,4 Prozent auf historische 4.880,50 Dollar pro Unze.

Wochengewinn von über 6 Prozent

Allein in dieser Woche verzeichnet das Edelmetall inklusive der heutigen Gewinne ein Plus von mehr als 6 Prozent. Die Rally wird durch eine explosive Mischung aus geopolitischen Risiken und Währungsschwäche befeuert. Investoren flüchten angesichts der Unsicherheit in den klassischen sicheren Hafen Gold.

Grönland-Streit belastet transatlantische Beziehungen

Auslöser der jüngsten Kursgewinne sind eskalierende Spannungen zwischen den USA und Europa im Zusammenhang mit Grönland. US-Präsident Donald Trump betonte, es gebe in der Grönland-Frage "kein Zurück" und verwies auf Sicherheitsbedenken in der Arktis. Gleichzeitig drohte er mit Zöllen gegen europäische Länder, was die Märkte zusätzlich verunsicherte.

Der französische Präsident Emmanuel Macron konterte am Rande des Weltwirtschaftsforums in Davos scharf. Europa werde sich "Rüpeln" nicht beugen, erklärte er und betonte, dass Respekt und Kooperation die Beziehungen zwischen Verbündeten bestimmen sollten. Seine Äußerungen unterstreichen die wachsende Besorgnis in Europa über Washingtons aggressive Rhetorik.

Schwacher Dollar stützt Goldnachfrage

Zusätzlichen Auftrieb erhält der Goldpreis durch die Schwäche des US-Dollars. Der US Dollar Index rutschte am Dienstag um etwa 0,8 Prozent auf ein Zweiwochen-Tief und notierte am Mittwoch während der asiatischen Handelszeiten weitere 0,2 Prozent niedriger. Ein schwächerer Dollar macht Gold für Anleger außerhalb des Dollarraums günstiger und steigert typischerweise die Nachfrage nach dem unverzinslichen Metall.

Auch andere Edelmetalle im Höhenflug

Die positive Stimmung erfasst den gesamten Edelmetallsektor. Silber stieg leicht auf 94,75 Dollar pro Unze, nachdem am Dienstag bereits ein Rekordhoch von 95,87 Dollar erreicht wurde. Platin markierte am Mittwoch mit 2.519,51 Dollar ein neues Allzeithoch, gab die Gewinne später jedoch teilweise wieder ab und notierte 0,2 Prozent höher bei 2.467,90 Dollar pro Unze.

Industriemetalle profitieren ebenfalls

Selbst Industriemetalle wie Kupfer können von der Risikoaversion profitieren. Die Benchmark-Kupfer-Futures an der London Metal Exchange stiegen um 1,3 Prozent auf 12.944,20 Dollar pro Tonne. US-Kupfer-Futures legten um 1 Prozent auf 5,88 Dollar pro Pfund zu.

Ausblick: Weitere Gewinne möglich

Marktbeobachter rechnen mit anhaltend hoher Volatilität. Solange die geopolitischen Spannungen bestehen bleiben und der Dollar schwach tendiert, dürfte Gold seinen Höhenflug fortsetzen. Die psychologische Marke von 5.000 Dollar pro Unze rückt damit in greifbare Nähe. Für deutsche Anleger bedeutet dies allerdings auch, dass der Euro-Preis für Gold ebenfalls auf Rekordhöhen notiert.

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