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Gold auf Rekordhoch: Preis durchbricht 4.800 Dollar-Marke

Der Goldpreis erreichte am Mittwoch ein neues Allzeithoch über 4.800 Dollar. Auslöser waren Zolldrohungen aus Washington und wachsende Sorgen vor einem globalen Handelskrieg.

Gold auf Rekordhoch: Preis durchbricht 4.800 Dollar-Marke

Der Goldpreis hat am Mittwoch eine historische Marke durchbrochen und stieg erstmals über 4.800 Dollar je Feinunze. Die anhaltende Rallye des Edelmetalls wird von geopolitischen Spannungen und der Flucht der Anleger in sichere Häfen befeuert. Besonders die jüngsten Zolldrohungen der US-Regierung sowie Konflikte um Grönland und Venezuela haben die Nachfrage nach Gold zusätzlich angefacht.

Analysten erwarten weitere Kursgewinne

Die Aussichten für Gold bleiben außerordentlich positiv. Experten der London Bullion Market Association prognostizieren für 2026 einen Anstieg über 5.000 Dollar. Julia Du, leitende Rohstoffstrategin bei der ICBC Standard Bank, sieht sogar Potenzial für einen Preisanstieg auf bis zu 7.150 Dollar. Als Hauptgründe nennen Analysten sinkende US-Realzinsen, eine fortgesetzte Lockerung der Geldpolitik durch die Federal Reserve und die anhaltende Diversifizierung der Zentralbanken weg vom US-Dollar.

Goldman Sachs stuft Gold als Top-Investment ein

Goldman Sachs bekräftigte ihre bullische Haltung und bezeichnete Gold als ihren "Highest-Conviction Trade". Die Investmentbank beobachtet eine bedeutende Verschiebung bei den Käufern: Während 2023 und 2024 vor allem Zentralbanken das Edelmetall kauften, dominieren seit 2025 zunehmend private Vermögensverwalter, Asset Manager, Hedgefonds und Pensionsfonds die Nachfrage. Diese Diversifizierung der Käuferstruktur gilt als wichtiger Faktor für die Nachhaltigkeit der aktuellen Rallye.

Geopolitische Spannungen als Preistreiber

Nicky Shiels, Leiterin der Metallstrategie bei MKS PAMP, erwartet für 2026 einen Goldpreis von 5.400 Dollar. Sie betont, dass der aktuelle Zyklus keine spekulative Blase sei, sondern durch fundamentale geopolitische Faktoren gestützt werde. Die anhaltenden internationalen Spannungen, darunter US-Maßnahmen in Venezuela und der Grönland-Konflikt, verstärken die Rolle von Gold als ultimativer sicherer Hafen. Shiels argumentiert, dass diese geopolitischen Risiken nicht in den Hintergrund treten werden.

Rekordlauf setzt sich fort

Nach einem bereits außergewöhnlichen Jahr 2025 hat Gold seine Dynamik nahtlos ins Jahr 2026 übertragen. Die Kombination aus sinkenden Realzinsen, geldpolitischer Lockerung und der strategischen Neuausrichtung von Zentralbanken und institutionellen Investoren schafft ein günstiges Umfeld für weitere Preissteigerungen. Für deutsche Anleger bietet Gold weiterhin eine attraktive Absicherung gegen Währungsrisiken und geopolitische Unsicherheiten.

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